Ausgezeichnet in Fundraising, Lehre und Publikation

Stiftungsrat ehrt Universitätsmitglieder für besondere Aktivitäten und Leistungen

Der Stiftungsrat der Universität Göttingen hat auch in diesem Jahr wieder Mitglieder der Georgia Augusta für besondere universitäre Aktivitäten und Leistungen ausgezeichnet. Die Preise des Stiftungsrates 2019 wurde jeweils einmal in den Kategorien -Fundraising-, -Wissenschaft und Éffentlichkeit- und -Sonderpreis- sowie jeweils zweimal in den Kategorien -Herausragendes Engagement in der Hochschullehre- und -Herausragende Nachwuchspublikationen- verliehen. Bis auf den Sonderpreis sind die Preise mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Finanziert werden sie durch den Verzicht einiger Mitglieder des Stiftungsrates auf die Aufwandsentschädigung, die sie für ihre Tätigkeit im Stiftungsrat erhalten.

In der Preiskategorie -Fundraising und weitergehendes besonderes Engagement für die Stiftungsuniversität Göttingen- werden originelle Ideen ausgezeichnet, bei denen es vor allem auf das Erschließen neuer Einnahmequellen ankommt. In dieser Kategorie wurden Katrin Gebel, Leitende MTRA des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Anna K. Hell, Leiterin des Schwerpunktbereichs Kinderorthopädie im Operativen Kinderzentrum (OPKIZ) der UMG, mit ihrem Projekt -Kleine Rücken brauchen Hilfe- geehrt. Sie identifizierten bereits vor 2015 das EOS Röntgensystem als ein innovatives Gerät, das bei geringerer Strahlung eine bessere Auflösung und Aussagekraft beim stehenden Menschen erreicht. Die Dosisreduktion kommt insbesondere Kindern zu Gute, die für eine Behandlung von schweren Verkrümmungen der Wirbelsäule sehr häufig geröntgt werden müssen. Mit außergewöhnlichem Engagement konnten die Preisträgerinnen Spenden in Höhe von rund 335.500 Euro vor allem aus der Region einwerben, die die Anschaffung des für die Kindermedizin an der UMG so wichtigen Gerätes erst ermöglicht haben.

In der Kategorie -Herausragendes Engagement in der Hochschullehre- zeichnete der Stiftungsrat Carmen Mata Castro, Lektorin im Seminar für Romanische Philologie, für ihr Engagement im Fachbereich Spanisch aus. In ihren Kursen werden Inhalte der Fremdsprache mittels neuster digitalen Medien gelehrt. Zudem engagiert sich Castro unter anderem als Fachberaterin für ausländische Studierende der Philosophischen Fakultät, als Mitglied der Modularisierungs-AG (Studienkommission Romanistik) des Seminars für Romanische Philologie und als Koordinatorin der gesamten Lehre des Studienganges Hispanistik.

In derselben Kategorie wurden Margarete Boos und Marie Ritter gemeinsam für das von ihnen durchgeführte Seminar -Projekte der Organisations- & Marktpsychologie- im Modul Wirtschaftspsychologie II geehrt. Ziel des Seminars ist vor allem die praktische Anwendung organisationsund marktpsychologischer Konstrukte, Theorien und Methoden. Dafür werden in Kleingruppen organisationsoder marktpsychologische Beratungsagenturen simuliert, die über das Semester hinweg gemeinsam ein Projekt bearbeiten.

Der Preis des Stiftungsrates 2019 in der Kategorie -Wissenschaft und Éffentlichkeit- wurde an Dr. Dorothee Hemme und Benjamin W. Schulze für ihr Projekt -Ihr wisst mehr als ihr denkt!- verliehen. Das interdisziplinäre Team aus Kulturanthropologie und Volkswirtschaftslehre hat die Ausstellung, welche am Beispiel von Orgelbau und Lehmbau die Rolle von Erfahrungswissen bei Innovationen zeigt, konzipiert und umgesetzt. Die Ausstellung war im Günter-Grass-Archiv-Haus in Göttingen zu sehen.

Den Preis des Stiftungsrates für -Herausragende Nachwuchspublikationen- erhalten Elsa Neubert und Daniel Meyer gemeinsam für ihre Publikation mit dem Titel -Chromatin Decondensation Drives Neutrophil Extracellular Trap Release-. Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine enge Kooperation zwischen den Labors von Luise Erpenbeck aus der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, UMG, und von Sebastian Kruss aus der Physikalischen Chemie. In der Publikation konnte das Preisträger-Team den erst vor Kurzem neu entdeckten Prozess der Bildung von Neutrophil Extracellular Traps charakterisieren.

In derselben Kategorie wurde Dana Ionescu für ihr Werk -Judenbilder in der deutschen Beschneidungskontroverse- geehrt. Sie fragt in ihrer Dissertation, auf welche Art und Weise unterschiedliche Akteurinnen und Akteure im öffentlich-medialen Diskurs über die kulturell-religiöse Vorhautbeschneidung von männlichen Säuglingen/Jungen, über Juden, das Judentum und das Jüdische sprechen. Von besonderem Interesse ist für sie, welche Judenbilder in der interdisziplinären und komplexen Beschneidungskontroverse von 2012 zum Ausdruck kommen und wie sich diese zu antisemitischen Ressentiments verhalten.

Mit dem -Sonderpreis- wurde der Lift-Off-Gründungswettbewerb der Universität Göttingen ausgezeichnet. Der Wettbewerb wird seit 2017 jährlich von der Gründungsförderung in der Stabsstelle Kooperation und Innovation durchgeführt. Im Rahmen des Wettbewerbs werden Studierende, Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sechs Monate lang bei der Umsetzung ihrer Gründungsidee unterstützt. Seit 2017 haben 62 Teams mit mehr als 147 Studierenden und Forschende teilgenommen. Es wurden fast 60.000 Euro an Sponsoringgeldern sowie Spenden für die Teams im Wettbewerb eingeworben.

Georg-August-Universität Göttingen

Abteilung Wissenschaftsrecht und Trägerstiftung

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E-Mail: susanne.rogge@zvw.uni-goettingen.de


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