Argelander Grants puschen Corona-Forschung

Eine Jury der Universität Bonn    hat insgesamt 15 Projekte ausgewählt, die mit

Eine Jury der Universität Bonn hat insgesamt 15 Projekte ausgewählt, die mit Argelander Grants gefördert werden. Die Bildkomposition zeigt die Geförderten. © Fotos: privat

Die Universität Bonn unterstützt Projekte von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, die zur Erforschung der Entstehung, Ausbreitung und Eindämmung der aktuellen Covid 19-Pandemie beitragen. Die insgesamt 15 Forschungsund Öffentlichkeitsarbeit-Projekte werden jeweils mit bis zu 25.000 Euro gefördert.

,,Als eine der forschungsstärksten Universitäten in Deutschland leisten wir vielfältige Beiträge zur Bewältigung der Herausforderungen der Covid-19-Pandemie. Mit den Argelander Grants unterstützen wir Forschungsprojekte unserer jungen Wissenschaftler*innen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2", sagt Andreas Zimmer, Prorektor für Forschung und Innovation. Die Universität Bonn fördert innovative Forschungsvorhaben und Öffentlichkeitsarbeits-Projekte aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen von Promovierenden und Postdocs, die bei den etablierten Förderorganisationen noch keine eigenen Forschungsgelder einwerben können. ,,Damit helfen wir unseren herausragenden Talenten auch, einen wichtigen Schritt in die wissenschaftliche Unabhängigkeit zu machen."

Inzwischen wurden 15 Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhalten: Dr. Anette Christ (Institut für Angeborene Immunität) mit einer Online-Plattform für eine verbesserte Kommunikation zwischen Wissenschaftler*innen und Bürger*innen, Dr. Valeska Flor (Kulturanthropologie) zu urbanen Kulturen in und nach der Pandemie, Radost Holler (Institut für Angewandte Mikroökonomik) mit einer interaktiven Karte zu COVID-19, Dr. Malte Becker (Rechtsgeschichte) zum Verhältnis von Ausnahmezustand und Pandemiegesetzgebung, Timo Bröhl (Klinik für Epileptologie) mit einem COVID-19-Ausbreitungsmodell für Berufspendler, Dr. Maria Hønholt Christensen (Institut für Angeborene Immunität) zur Reaktion des Immunsystems auf das Coronavirus, Alexander Göke (Institut für Informatik V) mit einem Algorithmus, der Schlüsselpersonen in Infektionsketten identifiziert, Marie-Thérèse Hopp (Pharmazeutische Biochemie) zur Rolle von Blutbestandteilen bei COVID-19-Infizierten, Dr. Fotios Karagiannis (Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie) zur Bildung von Ketonkörpern bei der Abwehr von Coronaviren, Dr. Christine Niemeyer (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) mit der Suche nach neuen antiviralen Wirkstoffen, Dr. Max Christian Pensel (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) mit den Folgen der Pandemie für Psychiatrie-Patienten, Dr. Konrad Peukert (Anästhesiologie und Notfallmedizin) zu akuten Atemwegssyndromen durch COVID-19, Dr. Emmanuel Nshakira Rukundo (Institut für Lebensmittelund Ressourcenökonomik) zum COVID-19-Schock in afrikanischen Ländern, Christian Steinebach (Pharmazeutisches Institut) mit einer Studie zur Virenhemmung durch den Androgenrezeptor und Marko Alexander Vraetz (Institut für Arbeitsrecht) zum Anspruch auf Homeoffice während der Pandemie.

Die Themenfelder der Projekte umfassen das gesamte Forschungsspektrum der Universität Bonn. Neben naturwissenschaftlichen und klinischen Fragestellungen werden insbesondere die Auswirkungen der Pandemie auf individueller und gesellschaftlicher Ebene, als auch aus einer historischen oder interkulturellen Perspektive adressiert. Die Förderung beträgt bis 25.000 Euro für einen Förderzeitraum zwischen zwei und zwölf Monaten. Neben Vorhaben zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse sind auch Initiativen für Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet worden, die den Dialog zu pandemie-relevanten Aspekten und die verständliche Aufbereitung von Informationen zum Ziel haben.


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