Arabistin Beatrice Gründler mit Berliner Wissenschaftspreis 2019 geehrt

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Beatrice Gründler Bildquelle: DFG/David Ausserhofer

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Forscherin der Freien Universität erhält Auszeichnung bei einer Feierstunde im Naturkundemuseum aus den Händen des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller

Die Arabistin Beatrice Gründler von der Freien Universität hat den Berliner Wissenschaftspreis 2019 erhalten. Sie erhielt die Ehrung am Donnerstagabend bei einer Feierstunde im Naturkundemuseum aus den Händen des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller. Müller, der auch Senator für Wissenschaft und Forschung ist, würdigte Beatrice Gründler sowie den als Nachwuchswissenschaftler ausgezeichneten Physiker Steve Albrecht von der Technischen Universität und vom Helmholtz-Zentrum Berlin als ,,herausragende Persönlichkeiten, die mit ihrer Forschung Berlin zum Leuchten bringen". Der Berliner Wissenschaftspreis ist mit 40.000 Euro dotiert; es ist die höchstdotierte Wissenschaftsauszeichnung des Landes Berlin. Der Nachwuchspreis ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden.

Müller fügte hinzu: ,,Die international renommierte Arabistik-Professorin Beatrice Gründler eröffnet uns mit ihren Arbeiten wichtige Einblicke in die Welt der arabischen Literatur und erklärt ihre vielseitigen globalen Verflechtungen über fast anderthalbtausend Jahre hinweg." Damit trage sie auch immer wieder zu einem öffentlichen und differenzierten Diskurs über die arabisch-islamische Kultur bei.

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Günter M. Ziegler, gratulierte Beatrice Gründler im Namen der Hochschule. Er bezeichnete sie als ,,exzellente Forscherin, die durch ihre Arbeit Brücken zwischen Kulturen baut und Toleranz den Weg bereitet". Ziegler hob hervor: ,,Beatrice Gründler hat seit 2017 gleich drei renommierte Auszeichnungen erhalten: den Leibniz Preis, einen Grant des Europäischen Forschungsrates und den Berliner Wissenschaftspreis." Dies sei eine einzigartige Würdigung ihres Schaffens.

Beatrice Gründler ist seit 2014 Professorin am Seminar für Semitistik und Arabistik an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die arabische Schriftund Buchkultur, die klassische arabische Literatur und ihre sozialgeschichtlichen Kontexte sowie die Rolle der arabischen Literatur als Bindeglied zwischen Asien und Europa. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch die innovative Kombination von Methoden, analytische Virtuosität und höchste philologische Kompetenz aus. Seit 2015 untersucht sie die Text-, Entstehungsund Wirkungsgeschichte der Fabelsammlung ,,Kal’la and Dimna", eine der frühesten arabischen Prosaschriften und ein zentraler Text der arabischen Weisheitsliteratur aus dem 8. Jh. n. Chr. Beatrice Gründler ediert und kommentiert dieses Werk erstmals kritisch in einer synoptischen digitalen Ausgabe. Mit ihrer Arbeit und ihrem institutionellen Engagement trägt sie in höchstem Maße zur Profilierung und Sichtbarmachung geisteswissenschaftlicher Forschung am Wissenschaftsstandort Berlin und zur Entwicklung der Digital Humanities als Berliner Zukunftsfeld bei.

Beatrice Gründler studierte in Straßburg, Tübingen und Harvard, wo sie 1995 auch promoviert wurde. Nach einem Aufenthalt am Dartmouth College lehrte sie von 1996 an der Yale University, zunächst als Assistenzprofessorin, seit 2002 als Professorin für arabische Literatur. Im Jahr 2014 kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie seitdem an der Freien Universität Berlin forscht und lehrt. Sie ist Studienleiterin der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien und der Graduiertenschule Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies. Außerdem ist sie Mitglied des Vorstands des Dahlem Humanities Center der Freien Universität Berlin. Beatrice Gründler war von 2010 bis 2011 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und von 2016 bis 2017 Präsidentin der American Oriental Society. Für ihre herausragende Forschung wurde sie mit renommierten Preisen im In- und Ausland geehrt. So erhielt sie im Jahr 2017 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, den wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis, sowie einen ERC Advanced Grant, die höchste Auszeichnung des Europäischen Forschungsrates.

Steve Albrecht wird mit dem Nachwuchspreis für seine innovativen Arbeiten auf dem Feld der Photovoltaik geehrt. Mit dem Berliner Wissenschaftspreis und dem Nachwuchspreis werden seit 2008 in Berlin entstandene wegweisende Forschungsleistungen und ihre Bedeutung für die Gesellschaft gewürdigt. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr erneut im Rahmen der Berlin Science Week statt.

Die Nutzung des Pressefotos ist honorarfrei bei Nennung der Quelle "DFG/David Ausserhofer". Bitte beachten Sie, dass das Foto ausschließlich für die Berichterstattung über die Verleihung des Berliner Wissenschaftspreises genutzt und nicht gespeichert werden darf.

Schlagwörter

  • Geschichtsund Kulturwissenschaften

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