Antike Dramen über Ödipus

Elena Iakovou erhält Dr.-Walther-Liebehenz-Preis für sprachlich hervorragende Dissertation

(pug) Die Göttinger Wissenschaftlerin Elena Iakovou hat den Preis für sprachlich hervorragende Dissertationen ausländischer Absolventen der Dr.-Walther-Liebehenz-Stiftung erhalten. Die Stiftung würdigt damit ihre Promotionsarbeit über das Thema ,,Der Oedipus Tragicus und seine literarische Tradition" im Fach Griechisch am Seminar für Klassische Philologie. Darin vergleicht sie antike dramatische Bearbeitungen des Ödipus-Stoffes. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Nach ihrem Bachelorstudium in den Fächern Griechisch und Latein an der Universität Zypern in Nikosia wechselte Iakovou im Oktober 2009 zum Masterstudium nach Göttingen, das sie 2011 abschloss. In ihrer Promotion beschäftigte sie sich mit einer komparatistischen Analyse der antiken Bearbeitungen des Ödipus-Stoffes der griechischen Dramatiker Aischylos, Sophokles und Euripides, dessen Ödipus-Fragmenten ein Hauptkapitel der Arbeit gewidmet ist, bis zu der des römischen Schriftstellers Seneca. So konnte sie die gattungsinternen Abhängigkeiten der vielfältigen Ödipus-Verarbeitungen und ihren Innovationsanspruch schärfer fassen.

,,Ich wäre schon manches Mal froh gewesen, wenn sich Abschlussarbeiten von deutschen Muttersprachlern auf einem ähnlichen sprachlichen Niveau bewegt hätten, das Korrektheit mit Differenziertheit und /ielfältigkeit des Ausdrucks in schöner Harmonie verbindet", sagte Iakovous Doktorvater Heinz-Günther Nesselrath anlässlich der Preisverleihung in seiner Laudatio. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet inhaltlich mindestens gute, sprachlich besonders herausragende Dissertation aus dem Bereich der Kulturwissenschaften aus, die von ausländischen Promovierenden in deutscher Sprache verfasst worden sind.