,,Academics in Solidarity"

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BMBF fördert an der Freien Universität ein bundesweites Mentoring-Programm für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Exil

Die Re-Integration von geflüchteten und gefährdeten Forscherinnen und Forschern in den internationalen Wissenschaftsbetrieb steht im Mittelpunkt eines Mentoring-Programms, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung an der Freien Universität Berlin fördert. Das Programm ,,Academics in Solidarity" wird mit knapp 600.000 Euro über drei Jahre finanziert. Angesiedelt ist das Programm am Center for International Cooperation der Freien Universität; es soll zu einem bundesweiten Solidaritätsnetzwerk für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Exil etabliert werden. Ziel ist es, das Netzwerk gemeinsam mit Partnern in Libanon und in Jordanien zu erweitern.

,,Academics in Solidarity" richtet sich an junge Promovierte aller Disziplinen und Nationen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat fliehen mussten und in Deutschland und anderen Gastländern ihre akademische Tätigkeit wiederaufnehmen möchten. Über das Programm werden sie mit etablierten Fachkolleginnen und -kollegen in Verbindung verbracht. Zu den Schwerpunkten des Mentorings zählt neben einem regelmäßigen wissenschaftlichen Austausch insbesondere die individuelle akademische Karriereberatung. Die Mentoren und Mentorinnen sollen dabei behilflich sein, aussichtsreiche Drittmitteloptionen für längerfristige, idealerweise gemeinsame, Forschungsprojekte auszumachen. Das Programm bietet zudem Weiterbildungsmöglichkeiten für Mentees, für Mentorinnen und Mentoren sowie eine Finanzierung für kleinere Initiativen; dazu zählen Konferenzund Forschungsreisen und die Organisation von Workshops.

,,Academics in Solidarity" wurde ursprünglich als ,,Adopt an Academic" gestartet und wurde von Florian Kohstall mit Unterstützung der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) und der Freien Universität ins Leben gerufen. Neben dem Engagement der Freien Universität im Rahmen des internationalen Netzwerks ,,Scholars at Risk" und der Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung ist ,,Academics in Solidarity" ein wesentlicher Teil der nachhaltigen Aktivitäten der Freien Universität in der Förderung von geflüchteten und gefährdeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Interessierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bundesweit können sich als Mentees sowie als Mentoren und Mentorinnen bewerben. Vom 4. bis 6. Juli wird mit Unterstützung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft an der Freien Universität ein erstes Training für Mentees sowie für Mentorinnen und Mentoren organisiert. Es findet statt unter dem Titel ,,Opening Doors: Peer-Mentoring and Collaborative Research". Nähere Informationen zu ,,Academics in Solidarity", zu den Registrierungsmöglichkeiten für interessierte Mentoren und Mentorinnen und Mentees sowie zum Bewerbungsaufruf finden sich auf www.fu-berlin.de/int­ernational/profile/ais.


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