30 Jahre deutsche Einheit: Experten und Alumni äußern sich

Experten und Alumni der Universität Leipzig äußern sich anlässlich des bevorstehenden 30. Jahrestages der Deutschen Einheit in Interviews und Podcasts zu verschiedenen Aspekten dieses Themas. Dabei geht es um die Befindlichkeiten der Menschen in Ostdeutschland in Bezug auf die Corona-Schutzmaßnahmen, eine Bilanz der wirtschaftlichen Situation in Ost und West sowie persönliche Erinnerungen von Alumni an diese geschichtsträchtige Zeit vor drei Jahrzehnten. Auch beim Lichtfest am 9. Oktober ist die Universität Leipzig mit dabei: Die Fenster in den Gebäuden der Ritterstraße und den anderen Anrainer-Häusern des Nikolaikirchhofes werden mit LED-Kerzen illuminiert.


30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung fühlen sich manche Ostdeutsche durch die Corona-Schutzmaßnahmen bevormundet und vergleichen dies mit den Verhältnissen in der DDR. Doch was wissen vor allem junge Menschen heute überhaupt noch über das Leben und das politische System in der DDR? Zu diesem und anderen Themen forschen Christina Schwarz vom Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und ihre Kollegen.

Auch die Lebensverhältnisse in Ost und West sind noch immer nicht angeglichen. Die Wirtschaftskraft in Ostdeutschland liegt 10 bis 15 Prozent unter dem Niveau der wirtschaftsschwächsten Westländer. Dr. Mario Hesse, Finanzwissenschaftler der Universität Leipzig, erklärt im Interview die Ursachen dieser Entwicklung und gibt einen Ausblick, wie es im Osten nach dem Auslaufen des Solidarpakts II wirtschaftlich weitergehen könnte.

Editha Marquardt ist eine der Alumni, die in einer neuen, vierteiligen Podcast-Reihe von ihren Erinnerungen an das Jahr 1990 berichten. In der ersten Folge haben Annegret Richter und Claudius Nießen mit ihr gesprochen. Marquardt blickt dabei auf ihre Zeit als Studentin der Kulturwissenschaften in Leipzig direkt zur und nach der Wiedervereinigung zurück.

Unter dem Motto ’Zu Hause bleiben und trotzdem dabei sein“ gehen auch die Veranstalter des Lichtfestes am 9. Oktober Corona-bedingt neue Wege und übertragen die Kernveranstaltungen live. Im Mittelpunkt des Erinnerns stehen wie 1989 die Kerzen. Eingebunden in die Aktion sind auch die Universitätsgebäude in der Ritterstraße.

Susann Huster


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |