20 Jahre Zentrum für Psychologische Psychotherapie an der Universität Heidelberg

Psychotherapeutische Aus-, Fortund Weiterbildungsstätte feiert Jubiläum mit einer Fachtagung

Das Zentrum für Psychologische Psychotherapie (ZPP) an der Universität Heidelberg - staatlich anerkannte Einrichtung für die psychotherapeutische Aus-, Fortund Weiterbildung mit Ambulanzen für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche - feiert sein 20-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums veranstaltet das am Psychologischen Institut der Ruperto Carola angesiedelte ZPP Heidelberg eine Fachtagung mit Vorträgen zur Psychotherapiereform und einem Podiumsgespräch, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Gründungszeit des Zentrums mitwirken werden. Zu der Veranstaltung am 30. Juni 2022 wird auch die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer erwartet.

Als Kooperation zwischen der Universität Heidelberg, dem Zentralinstitut fur Seelische Gesundheit in Mannheim und der Universität Mannheim gegrundet, erhielt das ZPP Heidelberg im Jahr 2002 seine staatliche Akkreditierung für den Ausbildungsgang Psychologische Psychotherapie. Das Angebot wurde 2010 um die Ausbildung für Kinderund Jugendlichenpsychotherapie und im folgenden Jahr um eine strukturierte Weiterbildung in ärztlicher Psychotherapie erweitert. Mit der 2020 in Kraft getretenen Reform des Psychotherapeutengesetzes wird die Ausbildung für den Psychotherapieberuf künftig auch in Heidelberg in einem Approbations-Studiengang des Psychologischen Instituts stattfinden, während die sogenannte verfahrensbezogene Fachkunde in einer sich anschließenden mehrjährigen Weiterbildung erworben werden kann. Das Zentrum unterhält zudem Ambulanzen mit unterschiedlichen Therapieangeboten, so zum Beispiel eine Psychotherapiegruppe für Kinder und Jugendliche mit ADHS oder eine Gruppentherapie für Erwachsene mit Unsicherheit in sozialen Kontakten.

Im Rahmen der Fachtagung ,,20 Jahre ZPP Heidelberg: Perspektiven zur psychotherapeutischen Weiterbildung" werden zwei der ,,Architekten" der Psychotherapiereform Vorträge halten. Über ,,Psychotherapie-Weiterbildung - Neuland auf bekanntem Terrain" spricht Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer und der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg. Zum Thema ,,Universitäre Ausund Weiterbildung - Zukunft eines akademischen Heilberufs" referiert Thomas Fydrich von der Humboldt-Universität zu Berlin, Vorsitzender des Vorstands von ,,unith", dem Verbund universitärer Ausbildungsgänge für Psychotherapie. Im Podiumsgespräch erinnern sich die Gründungsmütter und Gründungsväter an den Start des Zentrums für Psychologische Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Mit einem persönlichen Rückblick und einer Zwischenbilanz verabschiedet sich anschließend Dr. Hinrich Bents als langjähriger Geschäftsführer sowie Studienund Ambulanzleiter des ZPP Heidelberg.

Grußworte zum Auftakt der Festveranstaltung halten Ministerin Bauer sowie Anja-Désirée Senz, Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Heidelberg. Es sprechen außerdem Sabina Pauen, Geschäftsführende Direktorin des Psychologischen Instituts der Ruperto Carola, Sabine C. Herpertz, Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemeine Psychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg, und Friedrich Kapp, Psychologischer Psychotherapeut und Dozent am ZPP Heidelberg.

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