TRR 146 "Multiskalen-Simulationsmethoden für Systeme der weichen Materie" zwischen Johannes Gutenberg-Universität Mainz, TU Darmstadt und Max-Planck-Institut für Polymerforschung um weitere vier Jahre verlängert  

TRR 146 "Multiskalen-Simulationsmethoden für Systeme der weichen Materie" zwischen Johannes Gutenberg-Universität Mainz, TU Darmstadt und Max-Planck-Institut für Polymerforschung um weitere vier Jahre verlängert

Seit seiner Gründung vor vier Jahren hat sich der Sonderforschungsbereich/Transregio (TRR) "Multiskalen-Simulationsmethoden für Systeme der weichen Materie" zu einem international sichtbaren Zentrum entwickelt. Nun hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einer Verlängerung des Gemeinschaftsprojekts zwischen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), der TU Darmstadt und dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung um weitere vier Jahre zugestimmt. Die beteiligten Wissenschaftler aus der Physik, Chemie, Mathematik und Informatik untersuchen im TRR 146 die weiche Materie mit Hilfe von computergestützten Simulationen.

Weiche Materie ist im Alltagsleben überall präsent, ebenso in Natur und Technik. Es zählen so unterschiedliche Stoffe dazu wie Kautschuk und Knochen, Kunststoff und Papier, Holz und Farbe, aber auch Flüssigkeiten wie Öl, Milch und Flüssigkristalle, die etwa in LCD-Displays vorkommen. Weiche Materie besteht typischerweise aus großen Molekülen und reagiert stark auf kleine Veränderungen in der Umgebung. "Häufig spielen bei der weichen Materie viele miteinander verwobene Prozesse auf unterschiedlichen Skalen zusammen, weshalb unsere Simulationen und Modellierungen auch dementsprechend einen Multiskalen-Ansatz verfolgen", erklärt Friederike Schmid, Sprecherin des TRR 146 vom Institut für Physik der JGU. "Es besteht weithin ein Konsens darüber, dass wir für die Weiche-Materie-Forschung dringend neue Multiskalen-Simulationstechniken entwickeln müssen. Unser Transregio-Projekt füllt hier eine Lücke. Außerdem wollen wir die bereits vorhandenen Simulationstechniken besser verstehen."

Die Forschungsarbeiten im TRR 146 werden vom Schwerpunkt für Rechnergestützte Forschungsmethoden in den Naturwissenschaften unterstützt. Dazu stehen den Wissenschaftlern Hochleistungsrechner zur Verfügung, seit Ende 2017 auch der Mainzer Supercomputer MOGON II, der zu den 100 schnellsten Rechnern der Welt gehört.

Sonderforschungsbereiche sind langfristige DFG-Projekte in der Grundlagenforschung, wobei SFB/Transregios von zwei oder drei Hochschulen gemeinsam beantragt werden. Die DFG unterstützt die weiteren Forschungen an den drei Partnereinrichtungen des TRR 146 in den kommenden vier Jahren mit 9 Millionen Euro. Für die erste vierjährige Phase standen rund 7 Millionen Euro zur Verfügung. SFBs können maximal für 12 Jahre gefördert werden.