Dürren und ihre Auswirkungen

Bewässerung schützt Pflanzen und Landwirte vor meteorologischen Dürren und ist d

Bewässerung schützt Pflanzen und Landwirte vor meteorologischen Dürren und ist daher in Trockenregionen verbreitet. Einschränkungen in der Wasserverfügbarkeit in von hydrologischen Dürren betroffenen Regionen (niedriger Wasserstand in Wasserspeichern) kann dann aber zu starken Ertragseinbußen und Rückgang der Anbauflächen führen.

BMBF fördert Forschungsverbundprojekt ,,GlobeDrought" mit rund 2,1 Millionen Euro

(pug) Wie entstehen Dürren und wie wirken sich solche Perioden auf die Wasserressourcen, die Produktivität im Pflanzenbau, den Handel mit Nahrungsmitteln und den Bedarf an internationaler Hilfe aus? In dem neuen Verbundprojekt ,,GlobeDrought", das an der Universität Göttingen koordiniert wird, wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Dürre-Ereignisse und ihre Risiken weltweit untersuchen. Ziel ist es, mit den gewonnenen Erkenntnissen ein Informationssystem aufzubauen. Dafür soll auch ein Frühwarnsystem experimentell entwickelt werden, das die Beobachtung des Dürrezustands in Echtzeit sowie eine Prognose der Entwicklung der kommenden zwölf Monate ermöglicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit rund 2,1 Millionen Euro für die Dauer von drei Jahren.

Die Forscherinnen und Forscher verarbeiten umfangreiche sozioökonomische Informationen und Daten aus der Fernerkundung. Diese kombinieren sie mit Rechenergebnissen aus hydrologischen Modellen und Pflanzenwachstumsmodellen. Die Analyse erfolgt sowohl auf globaler Skala als auch für ausgewählte Regionen, zum Beispiel für die stark von Dürren betroffene Region Südliches Afrika. Die Arbeitsgruppe Pflanzenbau am Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen unter Leitung von Stefan Siebert trägt mit der Pflanzenwachstumsund Ertragsmodellierung zum Verbundprojekt teil. Hier ist auch die Projektkoordination angesiedelt.

An dem Projekt sind die Universitäten Göttingen, Bonn und Frankfurt sowie die Universität der Vereinten Nationen in Bonn, die Welthungerhilfe und die Remote Sensing Solutions GmbH beteiligt. ,,Die Entwicklung des Informationssystems mit diesen Partnern soll die spätere Umsetzung in den jeweiligen Institutionen vor Ort erleichtern", erklärt Siebert. ,,Indem wir die Faktoren, die Dürrerisiken reduzieren, besser verstehen lernen, wollen wir auch einen Beitrag leisten, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Dabei haben wir speziell das Ziel ,Verbesserte Verfügbarkeit und nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen’ im Blick."

Das Verbundprojekt ,,GlobeDrought" ist Teil der Fördermaßnahme ,,GROW - Globale Ressource Wasser" im Rahmenprogramm ,,Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Weitere Informationen zum Verbundprojekt sind zu finden unter bmbf-grow.de/de/verb­undprojekte/globedrought und grow-globedrought.ne­t