Zwei Publikationen auf Bestenliste von "Optics & Photonics News": Fachzeitschrift kürt Arbeiten aus dem Team von Cornelia Denz

Physiker Robert Meißner (oben) und Biologe Wade Sugden 
		 © CiM - Peter Grewer

Physiker Robert Meißner (oben) und Biologe Wade Sugden © CiM - Peter Grewer

Zwei wissenschaftliche Publikationen von Forschern um Physikerin Cornelia Denz haben es auf die Liste der 30 weltweit besten Arbeiten des Jahres 2017 der Fachzeitschrift "Optics & Photonics News" geschafft. Die Zeitschrift erinnert in einer Sonderausgabe zum Jahresende traditionell an die Forschungshöhepunkte des vergangenen Jahres aus den Bereichen Optik und Photonik. Eine Expertenkommission begutachtete insgesamt 125 internationale Studien aus dem Jahr 2017 und wählte daraus die besten Arbeiten aus. In den vergangenen Jahren waren die Forscher der Arbeitsgruppe Nichtlineare Photonik von Cornelia Denz bereits mit mehreren Publikationen in der Liste vertreten.

In einer der nun hervorgehobenen Veröffentlichungen zeigen Dr. Mousa Ayoub und seine Kollegen die dreidimensionale Abbildung der Entstehung sogenannter ferroelektrischer Domänen in Echtzeit. Ferroelektrische Materialien werden insbesondere in der Sensorik und in der Datenspeicherung eingesetzt - jedes moderne Smartphone enthält ferroelektrisches Material. Mit einer neuen Art der Lasermikroskopie ist es nun erstmals möglich, die Entstehung live im Sub-Mikrometerbereich aufzunehmen. Die Ergebnisse dienen der Entwicklung neuartiger strukturierter ferroelektrischer Kristalle, die wiederum Laserstrahlung mit besonderen Formen und Frequenzen erzeugen können.

Die zweite Arbeit ist eine Kooperation mit dem Forscherteam von Dr. Arndt Siekmann vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, der wie Cornelia Denz eine Gruppe am Exzellenzcluster „Cells in Motion“ leitet. Die Studie entstand innerhalb eines sogenannten Pilotprojekts des Exzellenzclusters, in dem Doktoranden aus unterschiedlichen Fächern interdisziplinäre Fragestellungen bearbeiten. In diesem Projekt untersuchten Physiker Robert Meißner und Biologe Wade Sugden mit optischen Methoden die Geschwindigkeit des Blutflusses in lebenden Zebrafischen und fanden heraus, dass ein bestimmter Gendefekt zu Gefäßmissbildungen führt.