Wer die Wahl gewinnen wird

Bei PollyVote liegt Hillary Clinton seit Februar vorn.
Bei PollyVote liegt Hillary Clinton seit Februar vorn.

Werden die anstehenden TV-Debatten das Rennen ums US-Präsidentenamt entscheiden? Folgt man der Prognosemethode PollyVote von LMU-Forscher Andreas Graefe, ist schon vorher klar, wer ins Weiße Haus einzieht.

Mal liegt Hillary Clinton vorn, mal Donald Trump: Die Ergebnisse von Wahlumfragen ändern sich während des US-Wahlkampfs laufend. „Das ist nicht überraschend, denn Umfragen spiegeln nicht unbedingt Veränderungen der Wahlabsicht wider. Was sich ändert, ist vielmehr der Enthusiasmus und die Bereitschaft von Wählern, überhaupt an Umfragen teilzunehmen“, sagt Dr. Andreas Graefe , Kommunikationsund Prognoseforscher an der LMU. Seiner Forschung zufolge gibt es bessere Methoden, den Wahlausgang vorherzusagen: „Eine Möglichkeit wäre, zu fragen: Wer gewinnt die Wahl? Die Antworten darauf liefern sehr genaue Prognosen.“

Andreas Grafe leitet das Prognose-Portal PollyVote.com , das verschiedene Umfragemethoden kombiniert. „PollyVote nutzt Erkenntnisse aus der Prognoseforschung, um den Ausgang der US-Wahl vorherzusagen“, sagt Graefe. Gestartet ist PollyVote bei den US-Wahlen 2004. „Bei den US-Wahlen 2004, 2008 und 2012 gab es bisher keinen einzigen Tag, an dem PollyVote den Gewinner nicht richtig vorhergesagt hat, mit einem geringeren Prognosefehler als alle anderen Verfahren.“ Das Prognose-Portal zeigt seit Februar einen klaren Favoriten bei den US-Wahlen: Hillary Clinton. Dennoch sagt Graefe: „Es gab schon viele überraschungen in diesem Wahlkampf.“

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