Professor Bernhard Küster erhält HUPO

HUPO-Präsident  Mark Baker (l.) überreicht  Bernhard Küster vom TUM-Lehrstuhl fü

HUPO-Präsident Mark Baker (l.) überreicht Bernhard Küster vom TUM-Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik den HUPO Discovery in Proteomic Sciences Award 2015. (Foto: Jon Benjamin)

Professor Bernhard Küster vom Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik der Technischen Universität München (TUM) hat für seine Forschung zur Entschlüsselung des menschlichen Proteoms den diesjährigen HUPO Discovery in Proteomic Sciences Award erhalten. Er wird von der internationalen Fachgesellschaft Human Proteome Organization (HUPO) verliehen und gilt als höchste Auszeichnung in der Proteomforschung weltweit.

Der HUPO Discovery in Proteomic Sciences Award wird für außergewöhnliche Entdeckungen und singuläre Erkenntnisse vergeben. Er ist im Feld der Proteomforschung der wichtigste internationale Wissenschaftspreis. Professor Küster vom TUM-Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik ist der erste Deutsche, der ihn erhält. Er teilt sich die Auszeichnung mit Professor Akhilesh Pandey vom Institute of Genetic Medicine and Department of Biological Chemistry, Oncology and Pathology an der US-amerikanischen Johns Hopkins University in Baltimore.

Studien zeitgleich in "Nature" veröffentlicht
Die beiden Wissenschaftler wurden für ihre umfangreichen, unabhängig voneinander entstandenen Studien zum menschlichen Proteom geehrt. Sie führten ihre Kartierungen jeweils mithilfe der Massenspektrometrie durch. Beide Studien umfassten verschiedenste Gewebetypen und Zelllinien und wurden in der gleichen Ausgabe von Nature publiziert. Weltweit profitierten Forschergruppen unmittelbar von den Daten: Die Kartierung des Proteoms erlaubt seither Aussagen darüber, welche Proteine im menschlichen Körper existieren sowie wo sie in welcher Menge und Zusammenstellung zu finden sind.
Der HUPO Discovery in Proteomic Sciences Award existiert seit 2007 und wird seither jährlich auf dem HUPO-Weltkongress verliehen.

Publikation:
Mass-spectrometry-based draft of the human proteome, Nature Mai 2014,


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