900 Experten der Stern- und Planetenentstehung treffen sich in Heidelberg

Zu einer der größten astronomischen Fachkonferenzen weltweit werden sich rund 900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom 15. bis 20. Juli 2013 in Heidelberg treffen. An diesen sechs Tagen wollen sich die Experten über den aktuellen Stand der Forschung zur Entstehung von Sternen und Planeten austauschen. Dabei werden sie auch über die Entwicklung künftiger Strategien diskutieren, die zur Entdeckung einer zweiten Erde führen könnten. Die internationale Großveranstaltung mit dem Titel „Protosterne & Planeten“, die zuletzt im Jahr 2005 auf Hawaii stattgefunden hat, wird nach mehrjähriger Planung vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg und dem Max-Planck-Institut für Astronomie (Heidelberg) durchgeführt.

Planeten wie die Erde gelten in der astronomischen Forschung als „Saatkörner des Universums“, die die Entstehung und Entwicklung von Leben ermöglichen – darin sind sich die Forscher weitgehend einig. Die Frage jedoch, wie Sterne und ihre Planetensysteme überhaupt entstehen können und wie sich Planeten identifizieren lassen, die Lebensformen tragen, gehört zu den aktuell spannendsten und spektakulärsten Forschungsgebieten der Astronomie und der Astrophysik. „Der Erkenntnisgewinn schreitet hier so rasant voran, dass sich die auf diesen Gebieten weltweit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig im Rahmen einer speziellen internationalen Konferenz treffen, um sich einen überblick über den Forschungsstand zu verschaffen, sich intensiver zu vernetzen oder neue Impulse für ihre Arbeit zu finden“, sagt Cornelis Dullemond vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. Die Ergebnisse dieses wissenschaftlichen Austausches in Heidelberg sollen in eine mehr als tausendseitige Publikation einfließen, die für die kommenden Jahre als Standardwerk der Forschung auf diesen Gebieten fungieren wird. Die aktuelle Veranstaltung, die sechste Konferenz „Protostars & Planets“, wird erstmals außerhalb der USA abgehalten.