Forschungs-Filmtagebuch im Internet gestartet

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Dr. Bernhard Fink 
Georg-August-Universität Göttingen 
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Kontakt: Dr. Bernhard Fink Georg-August-Universität Göttingen Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie Abteilung Soziobiologie/Anthropologie und Courant Forschungszentrum Evolution des Sozialverhaltens Kellnerweg 6, 37077 Göttingen E-Mail: bfink@gwdg.de Internet: www.evolutionary-psychology.de

Forschungs-Filmtagebuch im Internet gestartet


08.09.2009


Worauf achten Männer und Frauen bei der Wahl ihres Traumpartners? Warum finden sie einander attraktiv? Um mehr über die biologischen Wurzeln der Liebe zu erfahren, machen sich Göttinger Verhaltensforscher auf die Suche nach einem Testpaar. So beginnt das filmische Tagebuch, in dem ein Wissenschaftlerteam um Dr. Bernhard Fink Einblicke in ihren Forschungsalltag gibt. In den kommenden drei Monaten werden sie regelmäßig in dreiminütigen Kurzfilmen auf DFG Science TV über ihr evolutionspsychologisches Projekt berichten. Die erste Folge ist nun unter www.dfg-science-tv.de/?id_episode=274 zu sehen.

Am Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie der Universität Göttingen beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Frage, wie sich das Partnerwahlverhalten des Menschen im Laufe der Evolution entwickelt hat. 150 Jahre nach Charles Darwin ist bekannt, dass die Bewertung menschlicher Schönheit und damit auch die Partnerwahl starke biologische Wurzeln haben. „Feste Maße für Attraktivität gibt es nicht, dafür aber Regeln und Gesetzmäßigkeiten, nach denen wir das Aussehen bewerten. Die Gesichtszüge eines Menschen spielen zum Beispiel eine besondere Rolle; die Wirkung andere Merkmale wie Körperbewegungen oder das Erscheinungsbild der Haut sind bislang wenig untersucht“, erläutert Dr. Bernhard Fink, Leiter der Emmy-Noether Forschergruppe „Evolutionary Psychology of Human Physical Appearance and Body Movement“.

In ihren Untersuchungen erfassen die Forscherinnen und Forscher die Signalwirkungen, die bewegte und unbewegte Gesichts- und Körpermerkmale auf ihr Gegenüber ausüben. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Großbritannien nehmen sie mit dreidimensionalen digitalen Technologien die Bewegungen von Menschen auf und nehmen die Haut verschiedener Personen in digitaler Bildanalyse „unter die Lupe“. Mit Hilfe von Befragungen und Aufzeichnung der Blickbewegungen analysieren sie, wie und auf welche Reize die Testpersonen reagieren.

Der Beitrag ist Teil der zweiten Staffel, die das Internetfernsehen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) präsentiert. Zehn außergewöhnliche Forschungsprojekte aus verschiedenen Wissensbereichen von Archäologie bis Zoologie wurden dafür in einem Wettbewerb ausgewählt. Die Wissenschaftler der ausgewählten Projekte führten selbst Kamera; das Rohmaterial wurde anschließend von einer Produktionsfirma zu den dreiminütigen „Forschungs-Filmtagebüchern“ zusammengeschnitten.


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