gesetzliche Krankenversicherung

gesetzliche Krankenversicherung

Wer muss sich gesetzlich versichern?

Alle Arbeitnehmer, die unter der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze liegen (2017: 6.350 Euro in den alten Bundesländern und 5.700 Euro in den neuen Bundesländern) müssen sich in einer Gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichern. Der aktuelle gesetzliche Beitragssatz (2017) liegt bei 14,6% vom Bruttogehalt, der zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen wird und direkt von ihm abgeführt wird.  Hinzu kommt ein kassenindividueller Beitragssatz, der von Kasse zu Kasse variiert (i.d.R. zwischen 0,1 % und 1,8%) und der vom Arbeitnehmer alleine getragen wird.

Welche Krankenkasse ist die richtige?

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, die gesetzliche Krankenkasse frei zu wählen. Welche Kasse die richtige ist, hängt stark von Alter, dem Gesundheitszustand und der individuellen Lebenssituation ab. 90% aller Krankenkassenleistungen sind durch den Gesetzgeber klar geregelt. Grosse Unterschiede gibt es hingegen bei den Zusatzleistungen, Wahltarifen, Bonusprogrammen und dem Kundenservice. Bezogen auf den individuellen Beitragssatz und die Zusatzleistungen lohnt es sich bei der Krankenkassenwahl genau hinzusehen.

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die deutschen gesetzlichen Krankenkassen.

In bestimmten Fällen ist eine private Zusatzversicherung zu empfehlen: Heilpraktikerbe­hand­lungen, Ein- oder Zweibett­zimmer im Kranken­haus, Chef­arzt­behand­lung, spezielle Zahnbehandlungen – diese Leistungen müssen Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen selbst bezahlen. Die Zusatzversicherungen können einzeln, oder im Paket abgeschlossen werden.

Merkmale der gesetzlichen Krankenversicherung

Wichtiges Merkmale bei den Gesetzlichen Krankenkassen sind, dass Sie als Mitglied Ihre/n Ehepartner/in  und Ihre Kinder kostenlos mitversichern können und dass der Arzt/der Anbieter direkt mit der Krankenkasse abrechnet. Gesetzlich Versicherte müssen die Kosten der Behandlung  also nicht vorstrecken.