Trinkwasser in der I-Reihe kann wieder genutzt werden

Nach umfangreicher Beprobung darf das Trinkwasser in der I-Gebäudereihe wieder g
Nach umfangreicher Beprobung darf das Trinkwasser in der I-Gebäudereihe wieder genutzt werden (Ausschnitt aus einem Luftbild vom Campus der Ruhr-Universität Bochum). © RUB, Marquard
Im Trinkwasser der I-Reihe sind keine erhöhten Bleiwerte mehr festzustellen. Das haben aufwändige Beprobungen ergeben. Auch auf dem restlichen Campus waren alle Werte im Normbereich.

Auf dem gesamten Campus der Ruhr-Universität Bochum sind die Bleiwerte im Trinkwasser im Normbereich. Nachdem am 22. Juni 2023 erhöhte Bleiwerte in der I-Reihe festgestellt worden waren, durfte das Wasser dort nicht als Trinkwasser genutzt werden. Alle Gebäude der I-Reihe wurden daraufhin an eine Ersatzwasserleitung angeschlossen. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden sie anschließend einem besonders gründlichen Test unterzogen. Die Ergebnisse liegen seit dem 13. Juli 2023 vor. Vorsorglich wurden auch alle anderen Bereiche des Campus Überprüft. Der Bleiwert lag Überall deutlich unterhalb des Grenzwerts, sodass das Wasser nun auf dem ganzen Campus wieder als Trinkwasser genutzt werden darf.

Interimslösung und reguläre Sanierung bis September 2023

Ursache für den Bleieintrag in die Trinkwasserversorgung der I-Reihe war vermutlich ein alter Leitungsabschnitt im Versorgungskanal der Ruhr-Universität, an den die I-Reihe angeschlossen war. Dieser Abschnitt soll in den kommenden Monaten durch den Bauund Liegenschaftsbetrieb (BLB) erneuert werden; der BLB saniert seit mehreren Jahren die Trinkwasserzuleitungen auf dem Campus. Geplant ist, dass die Arbeiten Ende September 2023 abgeschlossen sind. Dann werden die Gebäude der I-Reihe - wie bereits alle anderen Gebäudereihen - an eine neue Trinkwasserzuleitung angeschlossen sein.

Bis dahin wird das alte Leitungsstück mit einer Interimslösung umgangen. Dazu wurde eine Ersatzleitung verlegt, sodass das Wasser nicht mehr durch den Abschnitt im Versorgungskanal fließt, der das Problem wahrscheinlich verursacht hat. Alle Gebäude der I-Reihe wurden einzeln an die Umleitung angeschlossen.

Hauptzuleitung der Stadtwerke nicht betroffen

Nicht betroffen war beziehungsweise ist die Hauptzuleitung zum Campus durch die Stadtwerke Bochum. Das hat eine Überprüfung durch die Stadtwerke ergeben. Am Übergabepunkt von der Hauptleitung ins Versorgungsnetz der Ruhr-Universität lag der Bleiwert im Normbereich.

Ergebnisse von Biomonitoring-Untersuchungen sind unauffällig

Seit dem 26. Juni 2023 bietet die Betriebsmedizin der Ruhr-Universität besonders vulnerablen Gruppen (Schwangere, Stillende und Frauen mit aktuellem Kinderwunsch), die in der I-Reihe arbeiten, Blei-Biomonitoring-Untersuchungen an. Bisher haben 34 Personen das Angebot genutzt, die Ergebnisse von 32 Untersuchungen liegen vor. Keiner der Tests ergab Hinweise auf eine erhöhte Bleiaufnahme. Angehörige der vulnerablen Gruppen können sich derzeit noch nach individueller Terminvereinbarung testen lassen.





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