Stiftung Innovation unterstützt drei kreative Lehrprojekte

Drei Anträge der Uni Münster erhalten eine Förderung durch die ’Stiftung I

Drei Anträge der Uni Münster erhalten eine Förderung durch die ’Stiftung Innovation in der Hochschullehre’. © WWU - Robert Matzke

Schubkraft für moderne Lehrprojekte an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster: Die "Stiftung Innovation in der Hochschullehre" hat im Rahmen der Ausschreibung "Freiraum 2022" die Förderzusage für drei Projekte an der Universität Münster gegeben. Die erfolgreichen Anträge kommen aus der Germanistik, der Erziehungswissenschaft und vom Career Service. Insgesamt haben die Projekte ein Fördervolumen von knapp 390.000 Euro. Die Laufzeiten betragen zwischen neun und 25 Monaten.

Das Lehrvorhaben des Career Service ist ein experimentelles Projekt zur Förderung Überfachlicher Kompetenzen und beruflicher Orientierung im Studium. Studien zeigen, dass sozial-emotionales Lernen - eine Methode, bei der Emotionen bewusst für Lernprozesse genutzt werden - die Verankerung von Wissen und Kompetenzen verbessern können. Hier setzt das Projekt des Career Service, federführend von Leiter Andreas Eimer betreut, an. Rund ein Viertel der WWU-Studierenden nutzen im Laufe ihres Studiums den Career Service, um sich beraten zu lassen und ihr berufliches Profil zu schärfen. Das Projekt hat zum Ziel, Studierenden zu helfen, berufsrelevante, Überfachliche Kompetenzen langfristig zu verankern, damit sie diese auch nach ihrem Abschluss und beim Einstieg in den Beruf nutzen können. Zu diesem Zweck sollen Seminarkonzepte entwickelt, experimentell erprobt und beurteilt werden, die mit sozial-emotionalen Elementen arbeiten.

Aus der war ein Antrag aus der Sprachdidaktik erfolgreich: Anne Berkemeier geht es darum, dass Germanistikstudierende mithilfe eines E-learning-Moduls lernen, wissenschaftliche Argumentationsgänge zu visualisieren. Denn viele Studierende haben in Haus-, Bachelor oder Masterarbeiten Schwierigkeiten, wissenschaftliche Texte vergleichend zu erfassen und einen eigenen Argumentationsgang zu erarbeiten. Diese Herausforderungen lassen sich durch sogenannte Überblicksvisualisierungen zielgenau bewältigen: Dabei gilt es, Informationselemente in ihrer spezifischen Kombination darzustellen, dadurch Zusammenhänge "auf einen Blick" sichtbar zu machen und für den weiteren Arbeitsprozess langfristig verfügbar zu halten. Das E-learning-Modul soll in einem Design-Research-Projekt entwickelt, in mehreren Seminaren getestet und von Studierenden evaluiert werden.

Das dritte Projekt stammt aus der Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik. Die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften stellt mit Blick auf die individuelle Förderung einer heterogenen Schülerschaft einen zentralen Bereich der Ausbildung dar. Im Projekt von Till Utesch und Karolina Urton werden digitale Module zum langfristigen Einsatz in der Lehrerbildung konzipiert und erprobt. Sie enthalten neben der Vermittlung von Wissen praktische Anteile, die eine Rückmeldung an die Studierenden hinsichtlich der Entwicklung ihrer diagnostischen Kompetenz zulassen. Die digitalen Lehreinheiten ermöglichen den Studierenden, ergänzend zu den Veranstaltungen in Präsenz, ein vertieftes Selbststudium. Darüber hinaus wird das Lehrangebot durch "Spotlight"-Vorlesungen von Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ergänzt.

Die Förderung durch die "Stiftung Innovation in der Hochschullehre" ermöglicht es Lehrenden an Hochschulen, neue Ideen für die Lehre zu entwickeln. Für die Ausschreibung "Freiraum 2022" gab die Stiftung keine thematischen oder fachlichen Schwerpunkte vor.

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