"Wir wissen, dass wir sehr gut zueinander passen"

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Rund 30 Gäste aus Enschede waren nach Münster gekommen, um mit etwa gleich viele

Rund 30 Gäste aus Enschede waren nach Münster gekommen, um mit etwa gleich vielen WWU-Kollegen über die zukünftige Zusammenarbeit zu sprechen. © WWU - Peter Leßmann

In den Niederlanden gebe es zu diesem Thema bereits ein dichtes Netzwerk von Forschungseinrichtungen, an der Universität Münster ragt in diesem Zusammenhang das Batterieforschungszentrum MEET heraus. Zudem entschied das Bundesforschungsministerium vor einigen Monaten, die Universität Münster zum Mittelpunkt der geplanten Batterieforschungsfabrik zu machen. „Jetzt gilt es, unser Wissen auszutauschen und uns gegenseitig dabei zu unterstützen, es in die Region zu tragen“, betonte Thom Palstra.

Rund 30 Gäste waren nach Münster gekommen, um mit etwa gleich vielen WWU-Kollegen die geplante Beziehungs-Intensivierung zu konkretisieren. „Wir wissen, dass wir sehr gut zueinander passen - die eher technisch und unternehmerisch orientierte Universität Twente und wir als eine in der Grundlagenforschung starke Universität, die zudem ein Universitätsklinikum hat“, unterstrich Johannes Wessels. Jetzt gelte es, neue potenzielle Wissenschaftsund Kooperationsfelder zu identifizieren und diese in beiden Hochschulen bestmöglich sichtbar zu machen. Johannes Wessels plädierte dafür, sich insbesondere auf „regionale Herausforderungen“ zu konzentrieren - nur so hätten die jeweiligen Landesbeziehungsweise Provinzregierungen gute Gründe, sich finanziell an einzelnen Projekten zu beteiligen.

In sechs nach Wissenschaftsfeldern eingeteilten Gruppen erkundeten die Gastgeber und ihre Gäste die Vielfalt der Möglichkeiten. Symposien, Gast-Dozenturen, Studentenund Datenaustausch, Kooperationen von Medizintechnikern und Forschern - die Quintessenz fiel nach jeder nahezu wortgleich aus: „Wir sehen großes Potenzial - wir werden uns noch enger als bisher miteinander vernetzen.“

Rückblick. Es war Freitag, der 11. Mai 1979, als der damalige WWU-Rektor Werner Müller-Warmuth und der Chef des Twenter Verwaltungsrats, A. Hooites Meursing, im Senatssaal schriftlich ihre Absicht bekundeten, den Studentenaustausch zu intensivieren, den Wissenschaftlern gegenseitige Forschungsaufenthalte zu ermöglichen und die Studienabschlüsse gegenseitig anzuerkennen. Allerdings vorrangig in der Biomedizin und mit Blick auf mögliche Kooperationen beispielsweise in den Erziehungsund Wirtschaftswissenschaften. Das war der Anfang einer Partnerschaft, die jährlich an Substanz gewann und zu einer Vielzahl an gemeinsamen Projekten geführt hat - und zu ebenso vielen Freundschaften.

Ein spezielles Format gewinnt dabei schon deutlich an Konturen - die „collaboration grants“. Dabei handelt es sich um eine interne Anschubfinanzierung in Höhe von 80.000 Euro - je 50 Prozent von Twente und der WWU - für gemeinsame Forschungsprojekte, die für eine künftige Drittmitteleinwerbung aussichtsreich erscheinen. In der ersten Runde kamen drei Projekte aus den Bereichen „Medical Imaging“, Nanotechnologie und Batterieforschung zum Zuge - beim zweiten Aufruf ging bereits 19 Bewerbungen ein.


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