,,Take-off" der Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie

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’Take-off’ für die neue Fakultät der TUM.   Wolfgang A. Herrmann, Pr

’Take-off’ für die neue Fakultät der TUM. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM, übergibt Ministerpräsident Markus Söder ein Buch mit Visionen zum neuen Campus. ( U. Benz / TUM)

Miniaturisierung, Hochleistungsantriebe und -werkstoffe, Additive Fertigungsverfahren und Künstliche Intelligenz konvergieren in den neuen Herausforderungen der Luftund Raumfahrt mit der Geodäsie als Klammerfunktion. Als Folge stehen gesellschaftsverändernde Umbrüche bevor: Reisen mit dem Flugtaxi, extrem genaue Erfassung von Klimaveränderungen und Satellitenschwärme, die eine lückenlose Internetverbindung ermöglichen. Neue Geschäftsmodelle mit neuen Wertschöpfungsketten lassen grundlegend veränderte Wirtschaftsstrukturen erwarten.

In den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie hat die TUM über Jahrzehnte umfassende Expertisen aufgebaut, deren Qualität sich auch im aktuellen "Global Ranking of Academic Subjects" (Shanghai Ranking) zeigt: Hier belegt die TUM im Bereich ,,Aerospace Engineering" weltweit den Rang 24.

In der neuen Fakultät werden diese Expertisen nunmehr gebündelt und die Synergien der Fachbereiche verstärkt. ,,Nur wer die Welt im Ganzen begreift, kann sie im Ganzen bewegen", bringt es Präsident Herrmann auf den Punkt. ,,Wir wollen deshalb die neue Fakultät LRG als Komplettansatz aufstellen und sie zur integrativsten ihrer Art in Europa machen - zu einer echten ’Europafakultät’. An keinem anderen Standort sind die Bedingungen so gut, ist der Zeitpunkt so günstig."

Da der technologische Anspruch nicht mehr an einem Einzelstandort zu bewältigen ist, wird die neue Fakultät sich an den drei Standorten Garching, Oberpfaffenhofen (DLR) und Ottobrunn/Taufkirchen synergetisch entfalten.

In Ottobrunn/Taufkirchen entsteht ein neuer Universitätscampus. Mit über 55 Professuren im Endausbau soll er 50 Prozent der universitären Luftund Raumfahrtforschung in Deutschland umfassen. Über Partnerschaftsmodelle mit Forschungseinrichtungen, internationalen Top-Universitäten und der Industrie soll die LRG ein neues ,,Space Valley" vor den Toren der Landeshauptstadt begründen.

Das von einer interdisziplinären Studierendengruppe verfolgte Hyperloop-Konzept, so Herrmann, messe sich an den denkbar anspruchsvollsten technologischen Herausforderungen: ,,Nur wer große Ziele anpeilt, kann die Welt von morgen gestalten." Deshalb lasse die TUM ihren Studierenden hier freien Lauf und unterstütze sie, den nächsten Weltrekord zu erreichen.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: ,,An der neuen Fakultät der TUM wird Realität, was wir früher als Science Fiction bezeichnet hätten. Wir denken hier in neuen Maßstäben, denn wir wollen die größte Weltraumfakultät Europas aufbauen! High-Tech-Werkstoffe, alternative Energieträger, neue Formen der Mobilität, Fortschritte in der Medizin - hier entsteht Raumfahrt zum Nutzen der Gesellschaft. Das alles ist uns sehr viel wert. Im Endausbau schaffen wir allein hier mit der neuen Fakultät über 30 neue Lehrstühle und stellen Gebäude für 500 Millionen Euro hin."

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