Start in ein spezielles Semester

Universitätspräsident Paul Pauli im Interview mit TV Mainfranken. (Bild: Robert

Universitätspräsident Paul Pauli im Interview mit TV Mainfranken. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

Kurz vor Beginn des Wintersemesters haben sich 27.092 Studierende an der Universität eingeschrieben. Über die Studierendenzahlen und andere Themen informierte Präsident Paul Pauli in einer Pressekonferenz.

Exakt 27.092 Studierende haben sich mit Stand 14. Oktober 2021 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) immatrikuliert. 3.236 davon sind Studienanfänger. Deren Zahl wird, wie in den Vorjahren, bis zum Stichtag für die offizielle Feststellung der Studienanfängerzahlen am 1. Dezember noch weiterwachsen. Insgesamt rechnet die JMU für das Wintersemester 2021/22 mit rund 3.600 Studienanfängerinnen und -anfängern.

Nach aktuellem Stand wird die JMU 16.483 Studentinnen und 10.604 Studenten in Vorlesungen und Seminaren begrüßen können. Die zur Gesamtsumme von 27.092 fehlenden fünf Studierenden haben keine Angaben zum Geschlecht gemacht. Der Frauenanteil liegt bei rund 61 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr (59,6 Prozent) leicht gestiegen.

Bislang haben sich 2.269 ausländische Studierende eingeschrieben. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden von 8,4 Prozent - genau wie im vergangenen Jahr.

Frauen auf Professuren : Der JMU ist es gelungen, im Lauf des Jahres 2021 den Frauenanteil auf den Professuren weiter zu steigern. Er liegt aktuell bei 26 Prozent; Ende 2020 betrug er 23 Prozent. Zum Stichtag 1.10.2021 arbeiteten an der JMU und am Uniklinikum 121 Professorinnen und 341 Professoren.

Traditionell stark nachgefragt bleibt das Lehramtsstudium. Hier sind an der JMU aktuell 6.424 Studierende eingeschrieben - etwas weniger als vor einem Jahr (6.470). Und so verteilen sich die Lehramtsstudierenden auf die einzelnen Schularten:

  • Gymnasium: 2.147
  • Förderschule: 1.573
  • Grundschule: 1.745
  • Mittelschule: 404

Ein Wintersemester im Zeichen von 3G

,,Wir freuen uns auf ein Wintersemester, in dem wieder Präsenzlehre möglich ist", so Universitätspräsident Paul Pauli bei der JMU-Jahrespressekonferenz, die am 15. Oktober 2021 im Senatssaal stattfand. Gleichzeitig könnten jedoch innovative digitale Formate, die in den vergangenen Semestern entwickelt und optimiert wurden, beibehalten werden. Je nach den fachlichen Anforderungen können die Dozentinnen und Dozenten in den meisten Kursen das ideale Lehrformat selbst wählen.

Solange der Corona-Inzidenzwert in der Stadt Würzburg über 35 liegt, ist Studierenden der Zugang zu geschlossenen Räumen der Universität nur erlaubt, wenn sie nachweisen können, dass sie vollständig geimpft, genesen oder negativ auf Corona getestet sind (3G). ,,Eine Umfrage hat die hohe Impfbereitschaft unserer Studierenden gezeigt. Wir gehen von 90 Prozent vollständig Geimpften aus", so Pauli.

Corona-Tests sind seit 11. Oktober 2021 bundesweit kostenpflichtig. Für Studierende in Bayern bleiben die Tests bis 30. November kostenfrei. Die Universität hat für diese Zeit zwei eigene Teststationen eingerichtet, im Gebäude Z6 am Hubland und in der Stadtmensa. Damit möchte sie sicherstellen, dass die Studierenden das kostenlose Testangebot auch wirklich in Anspruch nehmen können.

Weitere Informationen zur Präsenzlehre mit 3G sind in einer JMU-Pressemitteilung nachzulesen.

Der Universitätspräsident stellte zudem wichtige Bautätigkeiten der Universität und des Staatlichen Bauamts vor. Die Sanierung der Mensa am Hubland soll bis Ende 2022 beendet sein, und zu diesem Zeitpunkt wird voraussichtlich auch das neue Zentrum für Philologie und Digitalität ZPD auf dem Campus Nord fertig. Der Neubau für die Mathematik auf dem Campus Nord kann voraussichtlich schon im Sommersemester 2022 bezogen werden.

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler kommt am 25. Oktober 2021 nach Würzburg, um hier gleich zwei symbolische erste Spatenstiche zu setzen: einen für den Neubau des Center of Polymers for Life, den anderen für die Sanierung des Zentralbaus der Chemie. Letztere Maßnahme beginnt damit, dass beim Chemiezentrum ein neues Praktikumsgebäude mit Platz für bis zu 500 Studierende errichtet wird.

Grünes Licht hat der Freistaat Bayern für einen Neubau für das JMU-Forschungszentrum ,,Künstliche Intelligenz und Data Science" CAIDAS gegeben. Er stellt dafür zehn Millionen Euro bereit. In den Neubau werden KI-Professuren einziehen, die für CAIDAS neu geschaffen wurden. Drei dieser Professuren konnte die JMU bereits besetzen.

Gute Resonanz auf neue Studiengänge

Präsident Pauli informierte die Medienvertreterinnen und -vertreter unter anderem über drei neue Studienangebote, die in diesem Wintersemester gestartet sind.

Philosophie und Ethik wird aktuell von 60 Studierenden belegt. Dieses grundständige Fach qualifiziert die Studierenden, später am Gymnasium das Fach ,,Ethik" zu unterrichten. Kombiniert werden kann es mit Deutsch, Englisch, Latein oder Mathematik. Würzburg ist damit gemeinsam mit der Katholischen Universität Eichstätt Vorreiter: An anderen bayerischen Universitäten kann das Fach auch weiterhin nur als Erweiterungsfach studiert werden.

Für den neuen und bundesweit einzigartigen Bachelorstudiengang Informatik und Nachhaltigkeit haben sich bislang 33 Studierende entschieden. Er vermittelt Denkund Arbeitsweisen der Informatik und wie man diese zielgerichtet einsetzt, für Mensch, Erde und Umwelt.

Pädagogik bei Sehbeeinträchtigung mit aktuell acht Studierenden ist ein neues Angebot des im Oktober 2020 eingerichteten neuen Sonderpädagogik-Lehrstuhls mit dem Schwerpunkt ,,Pädagogik bei Sehbeeinträchtigungen". Es soll neue Berufsfelder für Lehrkräfte und Fachleute für Sonderpädagogik erschließen. Das Studium vermittelt unter anderem Kompetenzen in der technologiegestützten Kommunikation bei Sehbeeinträchtigungen.

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