Spitzenforschung made in Potsdam - Wissenschaftler der Universität Potsdam wieder unter den meistzitierten Forschenden

Dieter Neher (links) und Bernd Müller-Röber (rechts)
Dieter Neher (links) und Bernd Müller-Röber (rechts)
Zwei Wissenschaftler der Universität Potsdam zählen weiter zur absoluten Spitzengruppe der meistzitierten Forschenden ihres Fachs weltweit. Die diesjährige Liste der ,,Highly Cited Researchers", die von der ,,Web of Science Group" des US-Unternehmens ,,Clarivate Analytics" erstellt wird, führt den Physiker Dieter Neher und den Molekularbiologen Bernd Müller-Röber das dritte Jahr in Folge unter den einflussreichsten Wissenschaftlern ihrer Fachgebiete. Mit Martin Herold, Johan Rockström, Elmar Kriegler und Philipp A. Wigge finden sich auch vier von der Uni Potsdam gemeinsam mit dem Potsdamer GeoForschungsZentrum (GfZ), dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Leibniz-Institut für Gemüseund Zierpflanzenbau (IGZ) berufene Forscher im Kreis der ,,Highly Cited Researchers". Das jährlich erstellte Ranking umfasst im Jahr 2023 fast 6900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 67 Ländern. Deutschland liegt im globalen Vergleich der Staaten auf Rang vier - hinter den USA, China und UK.

Dieter Neher ist Professor für Physik und Optoelektronik Weicher Materie an der Universität Potsdam. Zu den Schwerpunkten seiner wissenschaftlichen Arbeit zählt die Erforschung der Dynamik von Ladungen in neuartigen Halbleitermaterialien im Hinblick auf optoelektronische Anwendungen. Ein aktuelles Ziel ist es dabei, Materialien für effiziente Solarzellen mit sehr dünnen Absorberschichten zu entwickeln. ,,Aufgrund des großen Nachfrage nach regenerativer Energie arbeiten immer mehr Gruppen weltweit an neuen Materialien und Konzepten für Solarzellen", sagt Dieter Neher. ,,Unser Ziel ist es, die grundlegenden Mechanismen in diesen Materialien aufzuklären. Die Ergebnisse unserer Arbeiten werden offensichtlich in vielfältiger Weise aufgegriffen und zitiert."

Bernd Müller-Röber ist Professor für Molekularbiologie an der Universität Potsdam und Leiter der Forschungsgruppe ,,Signalnetzwerke in Pflanzen" am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm. In seiner Forschung widmet er sich vor allem der Pflanzengenomforschung sowie Wachstumsprozessen und der Genregulation bei Pflanzen. So untersucht er beispielsweise, wie Pflanzen auf äußere Einflüsse wie Hitze reagieren und wie sie mithilfe molekularbiologischer Methoden stressresistenter gemacht werden können, einem wichtigen Anliegen in Zeiten des Klimawandels. ,,Der globale Klimawandel gefährdet in immer bedrohlicherer Weise die Grundlagen unser Ernährung und einer nachhaltigen, biobasierten Kreislaufwirtschaft. Wir freuen uns sehr, dass unsere Forschung zur Verbesserung der Stresstoleranz in Kulturpflanzen international so sichtbar wahrgenommen wird", sagt Bernd Müller-Röber.

Das Ranking ,,Highly Cited Researcher" dokumentiert den Einfluss wissenschaftlicher Publikationen, die in den jeweiligen Fachgebieten am häufigsten zitiert werden. Es wird jährlich von der ,,Web of Science" Group des US-Unternehmens ,,Clarivate Analytics" herausgegeben.

Fotos:

Dieter_Neher_Foto_Kar­la_Fritze: Dieter Neher. Foto: Karla Fritze
Bernd_Müller-Röber_Foto_Karla_Fritze: Bernd Müller-Röber. Foto: Karla Fritze 16-11-2023 / Nr. 118



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