Skalierbarer Halbleiter-Quantencomputer



Urheberrecht: Heike Lachmann

Für zahlreiche relevante Fragestellungen benötigen heutige Supercomputer Jahrtausende Rechenzeit. Selbst bei einer deutlichen Zunahme von Rechenleistung sind beispielsweise Simulationen von Medikamenten oder Düngemittelproduktion nicht realisierbar.

Ein Quantencomputer stellt hier Lösungen in Aussicht. Am JARA Institut für Quanteninformation – kurz QI – wird eine zur Halbleiterindustrie kompatible Plattform für einen universellen Quantencomputer auf Basis von Spin-Qubits entwickelt. Eine technologische Hürde ist die Kopplung der einzelnen Qubits, zu deren Überwindung Hendrik Bluhm, Matthias Künne, Dr. Lars Schreiber und Inga Seidler ein Architekturelement im Team QuTech erforscht haben. Die Entwicklung – ähnlich einem Förderband in der Nanowelt – wird aktuell zum Patent angemeldet und eine Ausgründung vorbereitet.

Jährlich zeichnet auch die RWTH Aachen Hochschulprojekte aus, die besonders zur Strahlkraft der Region als Innovationsstandort beitragen. Die eingereichten Ideen werden nach Technologieorientierung, Innovationspotential, Kundennutzen, geplanter Weiterentwicklung, kommerziellem Potential und Gesamteindruck bewertet. Dazu gehörte in diesem Jahr auch das Team QuTech um Professor Bluhm. Das von ihm mitgegründete Institut ist eine gemeinsame Initiative der RWTH und des Forschungszentrums Jülich, das die langjährige Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen auf dem Gebiet der Quanteninformation verfestigt.


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