Selbstinszenierung als Weg zu Selbstbestimmung und Teilhabe

Ziel des Projekt ist es, Jugendliche mit Benachteiligungen beim Übergang in den

Ziel des Projekt ist es, Jugendliche mit Benachteiligungen beim Übergang in den Job zu unterstützen. Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Wie gelingt es Jugendlichen mit Benachteiligungen besser, nach der Schule ins Arbeitsleben zu kommen? Dieser Frage gehen Forschende der Universitäten Jena und Paderborn im neuen Forschungsprojekt ,,SeiP: Selbstinszenierungspraktiken - Zugänge zu einer selbstbestimmten, multimodalen Kompetenzfeststellung für Jugendliche mit Benachteiligungen/Behinderungen" nach. Das interdisziplinäre Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme ,,Inklusive Bildung" über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 700.000 Euro gefördert.

Im Projekt soll untersucht werden, wie man Jugendliche mit Benachteiligungen und/oder Behinderungen am besten dabei unterstützen kann, ihre Kompetenzen herauszufinden und diese für den Übergang in den Beruf zu nutzen. ,,Ich sehe das besondere Potenzial dieses Projekts in der Zusammenführung einer wirtschaftsund berufspädagogischen Perspektive einerseits und einer sonderpädagogischen Perspektive andererseits", sagt Petra Frehe-Halliwell, Wirtschaftspädagogin der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Selbststeuerung und Selbstbestimmung im Zentrum

,,Wir rücken die Prinzipien Selbststeuerung und Selbstbestimmung ins Zentrum. Multimodale, das heißt insbesondere offene und kreative Selbstdarstellungsund Erhebungs­formate eröffnen den Jugendlichen Möglichkeiten, ihre Stärken zu ergründen und sichtbar zu machen. Die Kompetenzerfassung wird damit selbst zum Entwicklungsbeziehungsweise Lernprozess", erläutert H.-Hugo Kremer von der Universität Paderborn.

Entstehen soll ein Weiterbildungsprogramm, das den Jugendlichen hilft, die eigenen Stär­ken zu erkennen und für den Weg in den Beruf zu nutzen. Lehrende und betriebliche Akteure werden bei der Dokumentation, Rezeption und Nutzung der Ergebnisse über ein integriertes Weiterbildungsformat unterstützt. Es geht um die sinnvolle Einbindung der Selbstinszenierungsformate in Lernund Entwicklungsprozesse sowie ihre prototypische Aufarbeitung für Prozesse des Übergangs in Arbeit, Beruf und Ausbildung. ,,Das Projekt stärkt damit die Einbindung und Teilhabe in Arbeitswelt und Gesellschaft", so Désirée Laubenstein von der Universität Paderborn.


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