Schopenhauer-Forschungsstelle feiert ihr 20-jähriges Bestehen

Porträtzeichnung Arthur Schopenhauers von Jules Lunteschütz

Porträtzeichnung Arthur Schopenhauers von Jules Lunteschütz

Jubiläumswoche mit zahlreichen Veranstaltungen

Die Schopenhauer-Forschungsstelle an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum und wird aus diesem Anlass eine Jubiläumswoche mit zahlreichen Veranstaltungen abhalten. Die Schopenhauer-Forschungsstelle wurde von dem Präsidenten der Schopenhauer-Gesellschaft und international renommierten Schopenhauer-Forscher Matthias Koßler gegründet und ist am 11. Juni 2001 als wissenschaftliche Einrichtung der Universität Mainz institutionalisiert worden. Sie ist Ausdruck des vornehmlich durch Rudolf Malter in den 1980er Jahren am Philosophischen Seminar der JGU wiedererweckten Interesses an der Philosophie Arthur Schopenhauers. Die Forschungsstelle dient Forschenden aus aller Welt als Anlaufstelle und betreut Stipendiaten und Promovenden. Darüber hinaus veranstaltet sie jeden Sommer mindestens eine wissenschaftliche Fachtagung, die der öffentlichkeit zugänglich ist - in diesem Jahr die Jubiläumsveranstaltung.

Die Schopenhauer-Forschungsstelle fördert die öffentliche und akademische Beschäftigung mit der Philosophie Schopenhauers durch den Auskunftsdienst und bietet Unterstützung bei wissenschaftlichen Recherchen an, beispielsweise fungiert sie als Anlaufstelle zur Kontaktaufnahme mit kompetenten Spezialisten. Internationale Doktorandenkolloquien und Essay-Wettbewerbe dienen ebenfalls diesem Ziel.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Schopenhauer-Forschungsstelle liegt in der Sammlung von unselbstständiger Literatur, das heißt Beiträgen zu Schopenhauers Person und Werk, die in Zeitschriften, Sammelbänden und Aufsatzsammlungen veröffentlicht sind. Diese Sammlung ergänzt die Monografiensammlungen des Schopenhauer-Archivs der Stadtund Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, mit dem die Forschungsstelle kontinuierlich zusammenarbeitet.

Edition einer neuen, historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke Schopenhauers als Aufgabe

In den letzten Jahren ist die Edition einer neuen, historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke Schopenhauers in Zusammenarbeit mit der FernUniversität in Hagen, dem Schopenhauer-Archiv und dem Meiner Verlag als wichtiges Aufgabenfeld hinzugekommen, denn es existiert bis heute keine wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Gesamtausgabe. Als erstes Resultat erschien im letzten Jahr die erste kritische Edition der ersten Auflage von Schopenhauers Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" (1819) als Jubiläumsausgabe. Ferner ist Matthias Koßler als geschäftsführender Herausgeber des Schopenhauer-Jahrbuchs sowie als Mitherausgeber der Reihen "Beiträge zur Philosophie Schopenhauers" und "Schopenhaueriana" an der Forschungsstelle tätig.

Finanziell wird die Schopenhauer-Forschungsstelle von der Dr. Walter Pförtner und Gertrud Pförtner-Stiftung und durch die Schopenhauer-Gesellschaft e.V. unterstützt.

Die Jubiläumswoche zum 20-jährigen Bestehen der Forschungsstelle beginnt am 20. und 21. September 2021 mit dem VII. Internationalen Doktorandenkolloquium. Für angemeldete Interessenten ist eine Teilnahme über Big Blue Button möglich. Es folgt vom 22. bis 24. September die internationale Tagung "Kant and Schopenhauer in Dialogue", die von einem Stipendiaten der Forschungsstelle organisiert wurde. Eine Teilnahme an der Tagung via Zoom ist möglich. Am Freitag, 24. September, findet ab 15:30 Uhr die Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen im Senatssaal der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Johann-Joachim-Becher-Weg 21, Campus der Universität Mainz statt. Anschließend laden die Veranstalter zum Konzert von Artie's Blues Band "Wie Schopenhauer den Blues bekam" ein.


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