Neues Zentrum zur komparativen Theologie wird eröffnet

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Offizielle Eröffnung des International Center for Comparative Theology and Social Issues (CTSI) der Uni Bonn am 4. Mai

Den weltweiten Dialog von Theologien verschiedener Religionen untereinander zu fördern, aber auch mit anderen Disziplinen zu vernetzen - das ist das Ziel des neu gegründeten International Center for Comparative Theology and Social Issues (CTSI) der Universität Bonn. Die offizielle Eröffnung des Zentrums findet jetzt am 4. Mai um 10 Uhr im Festsaal (Hauptgebäude) der Universität statt. Grußworte halten Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Rektor Dr. h.c. Michael Hoch und Weihbischof Rolf Steinhäuser. Medienschaffende und alle weiteren Interessierten sind eingeladen, an der Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen. Um eine Anmeldung wird gebeten: lwiesenh@uni-bonn.de.

Leiter des CTSI ist der Katholische Theologe Klaus von Stosch. Er ist seit vergangenem Jahr sogenannter Schlegel-Professor an der Exzellenzuniversität Bonn und ein ausgewiesener Experte in der komparativen Theologie mit dem Schwerpunkt Islam. Bereits einen Tag vor der Eröffnungsfeier wird er seine Antrittsvorlesung halten: Am 3. Mai um 16 Uhr spricht er über ,,Die koranische Christologie als Herausforderung für modernes christliches Denken".

,,Komparative Theologie bemüht sich darum, aus der Perspektive des eigenen Glaubens den Dialog mit anderen Religionen zu suchen, und diese als Lernort für die eigene Theologie zu begreifen", sagt von Stosch. Um dieses Ziel zu verfolgen, wollen die Mitglieder des CTSI die internationale Zusammenarbeit ausbauen, vor allem mit Hochschulen in der islamischen Welt. Schon jetzt bestehen gute Kontakte der Katholisch-Theologischen Fakultät nach Tunesien, Iran und in die Türkei.

Zu den weiteren Forschungsschwerpunkten des CTSI zählen Fragen der Ethik und des Rechts, Friedensund Konfliktforschung sowie die komparative Perspektive auf die Konzepte von Identität und Ambiguität. Ein weiterer Fokus liegt auf einem historisch-kritischen Zugang zum spätantiken Nahen Osten. Dieser Fokus soll helfen, die Entstehung des Islams und seine Interaktion mit dem Judenund Christentum besser zu verstehen.

Darüber hinaus sind verschiedene Initiativen zur Nachwuchsförderung geplant - unter anderem ein Annemarie-Schimmel-Fellowship, das Nachwuchsforschenden einen Aufenthalt in Bonn ermöglicht. Diese Aktivitäten stehen in enger Verbindung zum Transdisziplinären Forschungsbereich ,,Individuen, Institutionen und Gesellschaften" der Universität Bonn.

Die Eröffnung des CTSI am 4. Mai bildet den Auftakt zu einer zweitägigen Fachtagung, die sich der Frage nach interreligiös tragfähigen Standards der Erkenntnistheorie widmet.


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