Nachwuchsforschende ergründen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf den Boden

Dr. Anton Potapov baut eine neue Juniorforschungsgruppe am Deutschen Zentrum für

Dr. Anton Potapov baut eine neue Juniorforschungsgruppe am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und an der Universität Leipzig auf. Foto: Dorothee Sandmann

Gemeinsame Medienmitteilung von Universität Leipzig und iDiv "Rätselhaft doch wunderschön" - so beschreibt Dr. Anton Potapov die Welt der Lebewesen, die unter unseren Füßen leben. Der Ökologe und Mikrobiologe baut ab dem 1. Juli 2022 eine neue Juniorforschungsgruppe am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und an der Universität Leipzig auf. Das Ziel: Die Rolle von Bodenorganismen im Ökosystem genauer unter die Lupe zu nehmen. Potapovs Arbeit wird in den kommenden Jahren von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über das Emmy Noether-Programm mit 1 Million Euro unterstützt.

Mindestens 25 Prozent der Lebewesen auf der Erde sind im Boden beheimatet. Zwischen Bodentieren - also beispielsweise Insekten, Spinnentieren oder Regenwürmern - Mikroorganismen und Pflanzen bestehen komplexe Nahrungsnetze. Diese Nahrungsketten wollen Potapov und sein Team genauer untersuchen und ein besseres Verständnis davon gewinnen, welche Funktion sie im Ökosystem Übernehmen. ,,In unseren Projekten werden wir unter anderem die Rolle der Bodentiere im Kohlenstoffkreislauf von Wäldern untersuchen", erklärt Potapov. Im Fokus steht auch, welchen Einfluss der Mensch auf die unterirdischen Nahrungsketten hat und wie er damit auch die Leistungen des Ökosystems Bodens wie etwa Kohlenstoffspeicherung, Wasserbereitstellung usw. beeinflusst. ,,Wenn wir etwa einen Baum pflanzen, verändert das das Ökosystem auf komplexe Weise. Wie die Bodenorganismen darauf reagieren, wissen wir nicht. Mein Ziel ist es, diese komplexen Folgereaktionen auf menschliche Maßnahmen besser zu verstehen und grob vorherzusagen."

Beim Aufbau seiner Forschungsgruppe wird er vom Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 1 Million Euro unterstützt.

Anton Potapov studierte in Moskau und promovierte 2015 in der Ökologie und Mikrobiologie. Zuletzt arbeitete er als Postdoktorand in der Abteilung Tierökologie an der Universität Göttingen.

Nina Vogt


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