Legionellengefahr gebannt

Legionellen in der Petrischale   Foto: Pleischl / Universitätsklinikum Bonn

Legionellen in der Petrischale Foto: Pleischl / Universitätsklinikum Bonn

Gefährdung durch Routineuntersuchung erkannt und behoben



Bei einer routinemäßigen, monatlichen Kühlwasseruntersuchung durch das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn, wurden in einer Verdunstungskühlanlage des Gebäudes Wegeler Straße 6-8 erhöhte Legionellenkonzentrationen festgestellt. Die Information wurde umgehend an die technische Abteilung der Universität Bonn, an das Gesundheitsamt der Stadt Bonn und an die Kliniken der Stadt Bonn weitergegeben. Die Gefahr besteht mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht mehr.


Infolge der Verbreitung von Verdunstungswasser, Aerosol, das mit Legionellen belastet war, kam es möglicherweise zu einer Gefährdung des Umfeldes des Gebäudes Wegeler Str. 6-8. Das kontaminierte Wasser wurde durch den Ventilator einer Verdunstungskühlanlage auf dem Dach des Gebäudes in das Umfeld verbreitet. Das Gebäude selbst, seine Räume und die Wasserversorgung im Gebäude waren nicht betroffen. Im Gebäude Wegeler Straße 6-8 befinden sich Einrichtungen und Institute der Universität Bonn mit ihren Geräte-, Forschungsund Lehrräumen.
Als Sofortmassnahme wurde umgehend nach Bekanntgabe der Befunde durch die technische Abteilung der Universität eine Hochdesinfektion durchgeführt, weswegen die Gefahr der Legionellenausbreitung, mit höchster Wahrscheinlichkeit seit Montagabend, 12. August 2019, nicht mehr besteht. Entsprechende Kontrolluntersuchungen laufen zur Zeit.
Eine umgehend durchgeführte Ortsbegehung, gemeinsam mit technischer Abteilung und Hygiene- Institut ergab, dass durch einen verdeckten Defekt in der zuführenden Leitung von Desinfektionslösung, zu der Verdunstungskühlanlage auf dem Dach des Gebäudes Wegeler Str. 6-8, die Desinfektion des Kühlwassers vorübergehend nicht ausreichend gewesen war.

Wegen der langen Inkubationszeit bei Legionellosen von bis zu 12 Tagen erklärt Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn: "Sollten Brustschmerzen, Schüttelfrost oder Temperaturanstieg auf über 39 Grad eintreten, sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden, um abzuklären, ob Folgen eines Legionellenbefalls aufgetreten sind. Die Erkrankung ist mit spezifischen Antibiotika sehr gut behandelbar. Potentiell betroffen sind ältere Menschen sowie alle, die sich permanent im Umfeld des Gebäudes aufhalten."
Wie der Leiter der Abteilung Infektionsschutz und Umwelthygiene des Gesundheitsamts der Stadt Bonn, Dr. Günther Jansen, erklärt, wurden "dem Gesundheitsamt Bonn bisher keine Legionellosen gemeldet, die in einem erkennbaren Zusammenhang mit dem belasteten Kühlwasser in der Wegeler Straße stehen".


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