Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterstützt Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine / Ukraine Art Aid Center

Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterstützt Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine / Ukraine Art Aid Center

Hilfe für kriegsbedrohte Museen und Kulturgüter der Ukraine

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) unterstützt das im März 2022 gegründete Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine / Ukraine Art Aid Center. Zu den Gründungsmitgliedern und Koordinatoren zählt Matthias Müller vom Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft (IKM) der JGU, der zugleich Vorsitzender des Ausschusses für nationales Kulturgut in Rheinland-Pfalz ist. Mit Unterstützung des Hochschulpräsidiums, insbesondere durch JGU-Kanzlerin Dr. Waltraud Kreutz-Gers, konnte für die Hilfsinitiative kürzlich ein Crowdfunding-Spendenkonto eingerichtet werden. "Unser Netzwerk ist auf Spendengelder angewiesen, um weiterhin unbürokratisch und schnell dringend benötigte Materialtransporte in die Ukraine zum Schutz wertvoller Museumssammlungen und Denkmäler organisieren zu können", erklärt Matthias Müller. "Wir sind beeindruckt und berührt vom leidenschaftlichen Engagement und Einsatz unserer ukrainischen Partner für die Kunst und Kultur ihres Landes - trotz der existenziellen Bedrohung, die dieser Krieg für alle Ukrainerinnen und Ukrainer mit sich bringt."

Im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind bereits viele Kulturgüter und Denkmäler zerstört. Auch die großen Nationalmuseen in Kiew und Lwiw sowie die Museen und Denkmäler zahlreicher anderer Städte, derzeit ganz besonders im Osten des Landes, sind bedroht. So wurden bereits die Museen in Mariupol geplündert, Museen in und bei Charkiw stark beschädigt oder gar zerbombt. Um möglichst rasch und unbürokratisch zu helfen, ist im März 2022 in Kooperation mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft e. V. und in engem Austausch mit den ukrainischen Museen das "Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine / Ukraine Art Aid Center" gegründet worden. Dieses wird ehrenamtlich von Mitgliedern des Deutschen Verbands für Kunstgeschichte e. V., deutschen Museen und Kunstakademien, einem Verbund von Kunstspeditionen und Kunsthändlern sowie von Mitarbeitenden des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz betrieben. Dank finanzieller Zuwendungen der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Hasso Plattner Foundation war es möglich, eine zentrale Koordinationsstelle einzurichten.

Seit Mitte März 2022 konnten auf diese Weise bereits zahlreiche Materialtransporte per LKW, Bus oder DB-Cargo zu den Museen in die Ukraine gebracht werden. Die Lieferungen umfassen spezielle Verpackungsmaterialien und Transportkisten für Gemälde, Graphiken, archäologische Objekte oder Skulpturen genauso wie beispielsweise Feuerlöscher, Brandschutzmaterialien, Arbeitsgeräte und Werkzeuge.



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