In der Akademie der Nachwuchstalente

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Globalhistorikerin Valeska Huber vom Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität wurde in die ,,Junge Akademie" aufgenommen

Die Historikerin Dr. Valeska Huber von der Freien Universität Berlin ist am Samstag zu einem Mitglied der Jungen Akademie ernannt worden. Sie zählt nun zu den deutschlandweit herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die in diesem Jahr ausgewählt wurden und der Akademie fünf Jahre lang angehören werden. Valeska Hubers Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Global History. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte der Migration und Mobilität sowie der Kommunikation und Weltöffentlichkeit. Die zehn neu ernannten Mitglieder kommen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, aber auch Künstlerinnen und Künstler sind vertreten. Sie können sich in den kommenden Jahren in Arbeitsgruppen zu Themen wie ,,Streitkulturen", ,,Wissenschaftspolitik" oder ,,Kunst als Forschung" organisieren und sich Projekten unterschiedlichster Art interdisziplinär widmen. Ziel der Akademie ist es, den jungen Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, sich neben ihrer eigentlichen Arbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft kreativ zu betätigen. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen.

Die Globalhistorikerin Valeska Huber, Jahrgang 1980, beschäftigt sich vor allem mit der Frage, wie im Zuge der Globalisierung weit entfernte Erdteile ,,zusammenrückten" und welche Versuche unternommen wurden, diese Prozesse und Bewegungen zu steuern oder einzudämmen. Dabei geht es nicht nur um die Migration von Menschen, sondern auch um die Verbreitung von Krankheiten oder um den Austausch von Konzepten und Ideen. Valeska Hubers bisherige Veröffentlichungen umfassen Forschungsarbeiten zu Epidemien und internationaler Gesundheitspolitik, zu Migration und Mobilität sowie zu Bildung und Entwicklung. In jüngerer Zeit hat sie sich mit der Geschichte der Kommunikation im Zeitalter der Dekolonisierung und des Kalten Krieges befasst. In ihrem aktuellen Forschungsvorhaben zu Sprachpolitik, Massenkommunikation und Alphabetisierungskampagnen seit den 1920er Jahren widmet sie sich der Frage, wie Expertinnen und Experten internationaler Organisationen versuchten, die gesamte Weltbevölkerung kommunikativ zu erreichen und welche Gegenbewegungen dies erzeugte. Mit diesen und ähnlichen Themen beschäftigt sich die Emmy-Noether-Forschungsgruppe ,,Reaching the People: Communication and Global Orders in the Twentieth Century" an der Freien Universität Berlin, die von Valeska Huber geleitet wird. Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Valeska Huber studierte an der London School of Economics and Political Science, an der Cambridge University und promovierte im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität von Konstanz. Nach Forschungsaufenthalten an der Harvard University, am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz und am Deutschen Historischen Institut in London wechselte sie im Oktober 2017 als Leiterin einer Emmy-Noether-Forschungsgruppe an die Freie Universität Berlin. 2018 erhielt sie den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich - sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, sollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander bringen und neue Impulse in der wissenschaftspolitischen Diskussion geben.


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