Humboldt-Preisträger forscht an der Universität Göttingen

Martin Schmaltz erforscht Anomalien in kosmologischen Daten

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Der Physiker Martin Schmaltz von der Boston University in den USA hat einen Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert. Schmaltz ist seit August 2023 Gastwissenschaftler am Institut für theoretische Physik der Universität Göttingen und arbeitet dort in erster Linie mit Laura Covi und ihrer Forschungsgruppe -High Energy Physics and Cosmology- zusammen. Seine Forschung beschäftigt sich mit dem Grenzbereich zwischen Kosmologie und Teilchenphysik und der Frage, wie man Dunkle Materie und Dunkle Strahlung vereinigen und theoretisch modellieren kann und welche Vorhersagen für kosmologische Messungen solche Modelle erlauben.

-Diese Kooperation bringt eine starke komplementäre Expertise in Kosmologie und Theoretischer Teilchenphysik an unser Institut und wir erwarten die Erschließung neuer Forschungsrichtungen in der Gruppe-, sagt Covi. Martin Schmaltz lehrt seit 2001 theoretische Teilchenphysik an der Boston University. Er studierte Physik an der Universität Göttingen und der University of California in San Diego, wo er 1995 auch promoviert wurde. Von 1995 bis 2000 war er als Postdoc an der Universität Boston und am Stanford Linear Accelerator Center tätig, ab dem Jahr 2000 am Fermi National Laboratory. Im Jahr 2002 zeichnete ihn das US Department of Energy mit dem Outstanding Junior Investigator Award aus, im selben Jahr wurde er zum Alfred P Sloan Research Fellow ernannt.

Am Montag, 11. Dezember 2023, lädt die Fakultät für Physik zu einem öffentlichen Kolloquium von Schmaltz ein. Die Veranstaltung mit dem Titel -The trouble with Hubble - new physics from the cosmological expansion rate?- findet auf Englisch statt und beginnt um 16.30 Uhr im Hörsaal 1 der Fakultät, Friedrich-Hund-Platz 1.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht jedes Jahr bis zu 100 Humboldt-Forschungspreise. Sie würdigt damit international führende Forscherinnen und Forscher aller Fachrichtungen aus dem Ausland für deren bisheriges Gesamtschaffen. Die Forschenden kooperieren dabei mit einem deutschen Forschungsinstitut und arbeiten gemeinsam an Forschungsprojekten.



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