Geoinformatik

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Mehr als 250 Studierende aus über 50 Nationen haben bereits an dem international

Mehr als 250 Studierende aus über 50 Nationen haben bereits an dem internationalen Masterprogramm ’Geospatial Technologies’ teilgenommen. © WWU - Robert Matzke

Seit 15 Jahre koordiniert das Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster das internationale Masterprogramm "Geospatial Technologies". Nun bestätigte die EU-Kommission eine Fortsetzung des Studiengangs: In einem hochkompetitiven Wettbewerb von circa 80 Neuund Folgeanträgen wählten Gutachter das münstersche Vorhaben aus. Die EU wird die 84 Stipendiatinnen und Stipendiaten in den kommenden fünfeinhalb Jahren mit rund 3,9 Millionen Euro unterstützen.

Das Institut für Geoinformatik bietet den Studiengang gemeinsam mit der Universidade Nova de Lisboa (Portugal) und der Universitat Jaume I in Castellón (Spanien) an. Die münsterschen Wissenschaftler gehören damit zu den wenigen Koordinatoren in Deutschland, die im Kontext des europäischen Exzellenzprogramms "Erasmus Mundus" einen herausragenden internationalen Masterstudiengang koordinieren. Das Programm der Europäischen Union zielt darauf ab, die Qualität der Hochschulbildung durch Stipendien und akademische Zusammenarbeit zwischen der EU und anderen Weltregionen zu verbessern.

Mehr als 250 Studierende aus über 50 Nationen - etwa Äthiopien, Brasilien, USA, China, Kolumbien, Ost-Timor, Jamaika - haben bereits an dem Masterprogramm teilgenommen. "Der englischsprachige Studiengang ist ein weltweit sichtbares Aushängeschild für die Internationalisierung an der WWU und beschäftigt sich mit technisch-geoinformatischen Lösungsansätzen für eine Vielfalt gesellschaftsrelevanter Themen", betont Studiengangsleiter Christian Kray. Die Studierenden befassen sich zum Beispiel damit, die Auswirkungen von Überschwemmungen in Bangladesch vorherzusagen und zu visualisieren, um auf dieser Basis Katastrophenpläne zu erstellen. Ein anderes Thema ist die Überwachung der Abholzung des brasilianischen Regenwaldes mit Satelliten, um etwaige illegale Rodungen zu dokumentieren. Auch Apps zum Recycling nicht mehr benötigter Gegenstände und zu einer verbesserten Integration von Flüchtlingen waren schon Thema von Masterarbeiten.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Studium ist ein Bachelor-Abschluss in einem Anwendungsgebiet der Geoinformatik, zum Beispiel Umweltwissenschaften, Landschaftsplanung oder Agrarwissenschaften. Der Studiengang richtet sich an Universitätsabsolventen mit oder ohne Berufserfahrung, die an mindestens zwei der drei Partneruniversitäten je ein Semester studieren. Ansprechpartner am Institut für Geoinformatik sind Dr. Christoph Brox (broxc@uni-muenster.de) und Christian Kray (c.kray@uni-muenster.de)

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