Frank Ulrich Müller ist neuer Dekan der Medizinischen Fakultät

Prof. Frank Ulrich Müller ist der neue Dekan der Medizinischen Fakultät der WWU Münster (Foto: WWU/R. Schirdewahn)

Münster (mfm/tb) - Die Bestätigung durch das Rektorat ist erfolgt, die Wahl damit amtlich: Prof. Frank Müller ist der neue Dekan der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Mit dem Dienstantritt des neuen Amtsträgers zum Dezemberbeginn endet eine mehrmonatige, durch einen Rücktritt bedingte Interimsphase an der Fakultät. Neu ist dort allerdings nur die Funktion des 55-Jährigen - dieser hat schon seit 1993 seine akademische Heimat an der Medizinischen Fakultät und fungierte zuletzt als Direktor am Institut für Pharmakologie und Toxikologie. Müller konnte sich in einer offenen, von einer Findungskommission begleiteten Ausschreibung mit überwiegend auswärtigen Bewerbern durchsetzen.

,,An der Medizinischen Fakultät wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr gute Arbeit geleistet, das hat gerade erst die Stellungnahme des Wissenschaftsrates bestätigt", hebt Müller hervor. Das Erreichte gelte es nun zu festigen und weiter auszubauen - ,,unter Rahmenbedingungen, die zweifelsohne eher schwieriger denn einfacher werden". Sein wichtigstes Ziel sei die Stärkung von Forschung und Lehre unter anderem durch eine gezielte Berufungspolitik, durch mehr Forschungsfreiräume für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie durch stärkeren Praxisbezug und Verankerung wissenschaftlicher Aspekte im Studium. Bei der zukünftigen Ausrichtung von Forschung und Lehre der münsterschen Universitätsmedizin setze er auf transparente und offene Kommunikation, wissenschaftsorientierte Entscheidungen und die Einbindung der Beteiligten, so der neue Dekan: ,,Nur gemeinsam können wir die großen und schwierigen Herausforderungen der Zukunft meistern". Gemeinsam mit den großen Gruppen - der Professorenschaft, dem Mittelbau und den Studierenden - will Müller eine Agenda erarbeiten, die dann in der Fakultät vorgestellt, diskutiert und nötigenfalls ergänzt wird: ,,Das Ziel ist ein Arbeitsplan, der eine breitestmögliche Verankerung in unserem Fachbereich hat", so Prof. Müller.

Der gebürtige Braunschweiger studierte an der Universität Göttingen Medizin. Nach einer ersten, drei Jahre währenden Station am Pharmakologischen Institut der Universität Hamburg zog es ihn 1992 zurück in die Studienstadt, wo er vorher auch - mit einer Arbeit zum Stoffwechsel des Herzens - den Doktorgrad erwarb. Kardiologische Themen, speziell die Stresshormon-vermittelte Signalübertragung und Genregulation in Herzmuskelzellen in Zusammenhang mit Herzmuskelschwäche und Herzrhythmusstörungen, blieben der fachliche Schwerpunkt Müllers, als dieser 1993 an das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Münster wechselte. An der WWU folgten, unterbrochen von Studienaufenthalten (z.B. an der Harvard School of Public Health), rasch weitere Karrierestufen, so 1998 die Habilitation und 2001 die Ernennung zum Hochschuldozenten. Nach einer kurzen Phase als Universitätsprofessor an der Universität Gießen wechselte Müller 2005 zurück auf eine entsprechende Position nach Münster. 2008 erhielt er einen Ruf der Universität Halle, entschied sich aber für ein Bleibeangebot der WWU Münster, wo er seit 2009 eine Direktorenstelle am Institut für Pharmakologie und Toxikologie innehat. Der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Wissenschaftler ist zweifacher Facharzt und seit Jahren in verschiedenen Gremien der Universität aktiv.

Die Fakultät, der Müller nun als Dekan vorsteht, zählt mit rund 110 Professorinnen und Professoren sowie 3.000 Studierenden zu den größten Fachbereichen der Universität Münster. Mit einem Jahresbudget von zusammen rund 180 Mio. Euro aus Landeszuweisung und eingeworbenen Drittmitteln (2018) ist die Medizinische Fakultät auch wirtschaftlich eine Größe, weshalb das bis dahin ehrenamtlich ausgeübte Dekanamt 2008 in eine hauptamtliche Tätigkeit umgewandelt wurde. Nach dem Rücktritt von Mathias Herrmann übernahm Prof. Sven Meuth die Leitungsfunktion bis zur nun erfolgten Neuwahl. Müller dankte ihm für die ,,hervorragende Arbeit" in der Übergangszeit.

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