Exzellenzstrategie geht in die letzte Runde

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Das Rektorat mit    Johannes Wessels an der Spitze (re.) sowie zahlreiche weiter

Das Rektorat mit Johannes Wessels an der Spitze (re.) sowie zahlreiche weitere Repräsentanten empfingen am Vormittag die internationalen Gutachter. © WWU - MünsterView

Seit heute freut sich die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) über hochrangigen Besuch - als Teil des von Bund und Ländern ausgelobten Wettbewerbs „Exzellenzstrategie“ wird ein internationales Gutachtergremium heute (3. April) und morgen die WWU begutachten. Auf dem Programm stehen zahlreiche Gesprächsrunden mit dem Rektorat, Mitgliedern des Hochschulrats, Dekanen, Dezernenten und weiteren Beschäftigten. Zum Auftakt stellte das Rektorat am heutigen Vormittag in der Schloss-Aula seinen Antrag in der Förderlinie „Exzellenz-Universität“ vor.

Zum Hintergrund: Die „Exzellenzstrategie“ besteht aus zwei Förderlinien. In der ersten Förderlinie - „Exzellenzcluster“ - hatte die WWU im vergangenen Jahr den Zuschlag für zwei herausragende Forscherverbünde bekommen: „Mathematics Münster“ sowie „Religion und Politik“. Mit dem Minimum von zwei Clustern hatte die WWU die Voraussetzungen dafür geschaffen, sich auch in der zweiten Förderlinie, den Exzellenz-Universitäten, zu bewerben. In dieser Kategorie kommt es jetzt in erster Linie darauf an, die Universität als Gesamt-Institution als förderwürdig darzustellen.

Mehrere Gutachter sind aus den USA und Großbritannien angereist, ein Gutachter kommt aus Indien, ein weiterer aus Kanada. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen werden aus diesem Anlass am Donnerstag nach Münster kommen, um die Begutachtung der Hochschule zu begleiten. Zudem wird es lokale beziehungsweise regionale Unterstützung geben: So werden beispielsweise Oberbürgermeister Markus Lewe, Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Weihbischof Dr. Stefan Zekorn an einer Gesprächsrunde im Schloss teilnehmen.

Die Universität Münster hat sich mit einem Konzept beworben, das die überschrift „Exzellenz integriert“ trägt. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, dass Forschung, Lehre und der Wissenstransfer in die Gesellschaft als untrennbare Einheit verstanden werden muss. Als sogenannter Transferraum stehen die drei WWU-Museen (Geomuseum, Archäologisches Museum, Bibelmuseum) in der Pferdegasse im Mittelpunkt der überlegungen - zudem die überzeugung des WWU-Rektorats, dass allen Lehrern beim Wissenstransfer eine zentrale Rolle zukommt.

Die Hochschule, die Exzellenzcluster, aber auch viele weitere Institute und zentrale Bereiche haben sich über mehrere Monate hinweg auf den Besuch der Gutachter vorbereitet. Teil der zweitägigen Begutachtung sind neben verschiedenen Gesprächsrunden mehrere Campus-Touren mit den Gutachtern, auf denen die WWU ihren 132 Seiten starken Antrag an zentralen Wissenschafts-Orten wie beispielsweise dem Museumsquartier, dem Batterieforschungszentrum „MEET“ und dem „PAN-Zentrum“ als medizinischem Lehrgebäude erläutern wird.

In Nordrhein-Westfalen haben sich mit Bonn, Köln, Aachen, Bochum und Münster fünf Universitäten für die Bewerbung um den Titel als Exzellenz-Universität qualifiziert - damit verbunden ist eine zusätzliche Förderung von 12 bis 15 Millionen Euro jährlich. Beobachter rechnen damit, dass bundesweit maximal elf Hochschulen den Zuschlag für den begehrten Titel bekommen werden - aus Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsstärkstem Bundesland dürften drei, maximal vier Universitäten zum Zuge kommen. Die Entscheidung wird am 19. Juli bekanntgeben.

Autor: Norbert Robers

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