Erfolg im ’Clinician Scientist’-Programm

Prof. Gabor Petzold, - Leiter der Sektion für Vaskuläre Neurologie der Klinik fü

Prof. Gabor Petzold, - Leiter der Sektion für Vaskuläre Neurologie der Klinik für Neurologie am UKB, ist federführender Antragsteller und Co-Sprecher des Programms gemeinsam mit Anja Schneider, Direktorin der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie. © Foto: Universitätsklinikum Bonn/J.F. Saba .

Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Medizinische Fakultät der Universität Bonn werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Ausschreibung ,,Clinician Scientist" (CS) gefördert. Mit den etwa 1,5 Millionen Euro Förderung werden in den nächsten Jahren Assistenzärztinnen und -ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen in ihrer Weiterbildung, Forschung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt. 

Assistenzärztinnen und -ärzte am UKB müssen die hohen Herausforderungen von Patientenversorgung und Forschung mit ihrer familiären Planung in Einklang bringen. Vor allem für hochqualifizierte klinische Forscherinnen stellt das oft ein zum Teil unüberwindbares Hindernis dar. ,,Wissenschaftliche Spezialisierung und Wettbewerb sind sehr stark präsent. Hier wollen wir ansetzen und Assistenzärztinnen und -ärzte, die sich in der Mitte ihrer fachärztlichen Ausbildung befinden, durch unser Clinician-Scientist-Programm Neuro-aCSis unterstützen", so Prof. Gabor Petzold, Leiter der Sektion für Vaskuläre Neurologie der Klinik für Neurologie am UKB, federführender Antragsteller und Co-Sprecher des Programms gemeinsam mit Anja Schneider, Direktorin der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie.

Konkrete Ziele, die mit der DFG-Förderung für die Assistenzärztinnen und -ärzte verwirklicht werden sollen, sind beispielsweise ein fünfzigprozentiger Frauenanteil im Programm, die Schaffung langfristiger, attraktiver Karriereperspektiven und verbindlicher Verträge für eine geschützte Forschungszeit. Übergeordnet geht es um Aspekte wie sichere Arbeitsbedingungen, Gleichberechtigung, Karriereförderung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Fachlich liegt der Fokus auf der Erforschung der Zusammenhänge zwischen Erkrankungen des Nervensystems und systemischen Faktoren. Teilnehmende Clinician Scientists forschen also im Programm zum Beispiel dazu, welchen Einfluss Umweltfaktoren, Ernährung oder systemische Erkrankungen, wie Herz-Kreislaufoder Krebserkrankungen, auf neurologische und psychiatrische Erkrankungen haben. Das Programm steht allen Assistenzärztinnen und -ärzten am UKB offen, die sich wissenschaftlich mit diesen Fragestellungen beschäftigen möchten. Begleitend zur wissenschaftlichen Förderung werden die Clinician Scientists in neuro-aCSis durch ein umfangreiches Mentoring-Programm unterstützt.

An der Antragsstellung waren neben der Klinik für Neurologie des UKB auch die Kliniken für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie, für Psychiatrie und Psychotherapie, für Epileptologie sowie die Institute für Neuropathologie und Angeborene Immunität beteiligt. "Nachdem wir im letzten Jahr bereits Erfolg bei der Ausschreibung zum `Advanced ClinicianScientist’ des BMBF hatten, und aktuell Fachärztinnen und -ärzte mit dem attraktiven Förderungsprogramm unterstützen können, freuen wir uns sehr, dass nun auch unseren jüngeren Assistenzärztinnen und -ärzten eine solche Förderung zugutekommt. Die Medizinische Fakultät hat zuvor bereits verschiedene eigene Fördermaßnahmen - wie das BONFOR-Programm - initiiert, da in dieser Zielgruppe dringender Bedarf herrscht um den klinischen Alltag mit fundierter wissenschaftlicher Tätigkeit zu verbinden", sagt Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. ,,Die Nachwuchsförderung und die Gleichberechtigung zwischen klinischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind uns ein sehr großes Anliegen, damit die Assistenzärztinnen und -ärzte während ihrer Facharztausbildung optimale Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von hervorragender Patientenversorgung und Forschung am UKB vorfinden, die sich mit ihren privaten Planungen kombinieren lässt", fasst Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB zusammen.


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