Ein Lotse zum freien Parkplatz

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Unternehmer mit Schwung: Das ParkHere-Team freut sich über den Sieg im Businessp

Unternehmer mit Schwung: Das ParkHere-Team freut sich über den Sieg im Businessplan-Wettbewerb. (Bild: BayStartUP)

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ParkHere, eine Ausgründung der Technischen Universität München (TUM), hat den Münchener Businessplan-Wettbewerb 2016 gewonnen. Das Start-up hat Sensoren entwickelt, die freie Parkplätze erkennen und an Navigationsdienste melden können - dabei aber nicht auf Stromversorgung angewiesen ist. Die drei Geschäftsführer sind erst Anfang zwanzig. Sie hatten ihr Unternehmen als Studenten mit Unterstützung der TUM gegründet.


Ein nicht unwesentlicher Teil des Verkehrs in Städten entsteht bei der Suche nach einem Parkplatz, mit entsprechend viel Abgas, Lärm und verschwendeter Zeit. Ein großangelegtes Parkraum-Management blieb bislang ein Wunschtraum. Zu aufwendig und damit teuer wäre es, Parkplätze mit Strom zu versorgen, um ihre Belegung erfassen zu können.

Doch Felix Harteneck, Jakob Sturm und Clemens Techmer haben während ihres Studiums an der TUM einen Ausweg gefunden: Sie haben eine Sensortechnologie entwickelt, die registriert, ob ein Parkplatz frei ist, ohne dafür Energie zu benötigen. Die ultradünnen Sensoren, die auf den Parkflächen installiert werden, verformen sich leicht, wenn ein Auto darüber fährt. Dadurch wird so viel elektrische Spannung erzeugt, dass die Sensoren ein Signal senden können. Navigationssysteme können diese Meldung nutzen, um Autofahrern den Status der Parkplätze in Echtzeit anzuzeigen.

Pilotprojekt startet in Ingolstadt


Diese Technologie hat das Trio patentieren lassen und 2015 die ParkHere GmbH gegründet - mit Anfang 20, während des Bachelorstudiums. Heute beschäftigen die Unternehmer bereits 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, konnten erste Investoren überzeugen und planen die Internationalisierung des Geschäfts. Ein Pilotprojekt soll in Kürze in Ingolstadt starten. Nun überzeugte ParkHere auch die Jury des Münchener Businessplan-Wettbewerbs und setzte sich damit gegen 76 andere Start-ups aus Südbayern durch. Der Wettbewerb wird von der Gründungsförderung BayStartUP GmbH veranstaltet, die vom bayerischen Wirtschaftsministerium und Unternehmen unterstützt wird.

Investoren-Kontakte, Büroräume, Mentoring


Felix Harteneck hat Technologieund Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL) studiert, Jakob Sturm und Clemens Techmer Elektround Informationstechnik. Beim Start ihrer Firma wurden sie von der TUM intensiv unterstützt: Die Gründungsberatung half bei der Entwicklung des Geschäftsmodells, im Entrepreneurship Center wurden ihnen erste Büroräume zur Verfügung gestellt und mit dem Entrepreneurship-Forscher Prof. Holger Patzelt hatten sie einen erfahrenen Mentor.

Bei UnternehmerTUM , dem Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, besuchte das Start-up-Team unter anderem den Trainingskurs ’Manage&More? und das Programm ‘TechFounders’ , das eine Anfangsfinanzierung, Kontakte zu möglichen Investoren und Industriepartnern sowie die Nutzung der Hightech-Werkstatt ’MakerSpace’ ermöglicht.

Seit 1990 sind mehr als 800 Unternehmen aus der TUM hervorgegangen. Laut dem jüngsten ‘Gründungsradar’ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft fördert keine andere große Hochschule Unternehmensgründungen so gut wie die TUM.

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Entrepreneurship an der TUM


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