Ehrenpromotion der Freien Universität Berlin für Professor Hanoch Gutfreund

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Übergabe der Urkunde beim Festakt im Henry-Ford-Bau Bildquelle: Arne Sattler

Übergabe der Urkunde beim Festakt im Henry-Ford-Bau Bildquelle: Arne Sattler

Physiker sowie emeritierter Rektor und Präsident der Hebrew University of Jerusalem für seine wissenschaftliche Arbeit sowie für sein wissenschaftspolitisches Engagement gewürdigt

Der Physiker Hanoch Gutfreund, Leiter des Albert-Einstein-Archivs der Hebrew University sowie emeritierter Rektor und Präsident der Hebrew University, ist mit der Ehrenpromotion der Freien Universität Berlin ausgezeichnet worden. Verliehen wurde sie am Mittwochabend im Rahmen eines Festakts am 1. September 2021. Mit der Verleihung würdigt der Fachbereich Physik der Freien Universität die außerordentliche wissenschaftliche Leistung von Hanoch Gutfreund, insbesondere auf dem Gebiet der Theorie der neuronalen Netze. Zur Begründung heißt es, durch seine wissenschaftlichen Beiträge und seine vielseitigen internationalen Kontakte gehöre er zu den führenden Experten über die Geschichte der Relativitätstheorie, der Quantentheorie und der statistischen Physik. Zu seinen besonderen wissenschaftspolitischen Verdiensten zähle der Aufbau eines internationalen Netzwerks, das sich mit der Forschung Albert Einsteins befasst. Darüber hinaus habe sich Hanoch Gutfreund als Rektor und Präsident der Hebrew University außerordentlich um deren wissenschaftliche und institutionelle Entwicklung verdient gemacht und die Beziehungen der Hochschule zu internationalen, deutschen und Berliner Universitäten, insbesondere der Freien Universität, gestärkt.

Hanoch Gutfreund promovierte im Jahr 1966 in Physik an der Hebrew University of Jerusalem und war von 1990 bis 1997 Rektor sowie Präsident der Universität. Seine Forschungsinteressen sind theoretische Festkörperphysik, Mechanismen der Supraleitung, statistische Physik, Theorie der neuralen Netze, Computational Neuroscience und die Geschichte der Relativitätstheorie.

Seit 1997 ist er Leiter des Albert-Einstein-Archivs an der Hebrew University und beschäftigt sich intensiv mit den Originalschriften von Albert Einstein. Im Zuge dessen befasst er sich auch mit gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen von Wissen und Wissenschaft und hat mehrere wissenschaftsgeschichtliche Monografien veröffentlicht. Im Jahr 2005 organisierte er im Rahmen des Einsteinjahres anlässlich des 50. Todesjahres von Albert Einstein zahlreiche Aktivitäten in Deutschland, unter anderem die Einstein-Ausstellung in Berlin sowie die Förderung des Einstein-Forums in Potsdam.

Am Fachbereich Physik der Freien Universität unterstützte Hanoch Gutfreund den Physikprofessor Gerhard Simonsohn dabei, dessen Dokumentation über historische Quellen zur Verfolgung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen in der Zeit des Nationalsozialismus an die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zu Überführen.


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