Doktorandenförderung in der Mathematik

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DFG verlängert gemeinsames Graduiertenkolleg der Universität Heidelberg und des Karlsruher Instituts für Technologie

Das Graduiertenkolleg ,,Asymptotische Invarianten und Limiten von Gruppen und Räumen" (GRK 2229), das von Mathematikern der Universität Heidelberg gemeinsam mit Kollegen des Karlsruher Instituts für Technologie getragen wird, setzt seine Arbeit in einer zweiten Förderperiode fort. Nach erfolgreicher Begutachtung fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Kolleg, das sich mit speziellen Forschungsfragen der Geometrie beschäftigt, für weitere viereinhalb Jahre mit rund 5,1 Millionen Euro. Die Doktorandinnen und Doktoranden des Graduiertenkollegs forschen insbesondere zu Invarianten kontinuierlicher und diskreter Räume, die die Geometrie im Unendlichen beschreiben. Die Sprecherfunktion haben Roman Sauer (Karlsruhe) und Anna Wienhard (Heidelberg) inne.

Im Mittelpunkt des Graduiertenkollegs - nach Angaben der beiden Sprecher die national und international erste systematische und institutionalisierte Doktorandenausbildung in diesem Bereich - steht die sogenannte asymptotische Geometrie. Erforscht werden makroskopische Eigenschaften von geometrischen Räumen. Indem diese gleichsam aus weiter Ferne betrachtet werden, verschwindet der Unterschied zwischen einem kontinuierlichen Raum und seiner diskreten Annäherung. Dies ermöglicht eine einheitliche Untersuchung der geometrischen Strukturen. Dem Wechselspiel verschiedener Methoden der Mathematik kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu. Nach den Worten von Wienhard lassen sich zentrale Forschungsfragen oft nur durch einen Zugang lösen, der die Grenzen der klassischen mathematischen Gebiete überschreitet. Hierbei ergänzen sich die vorhandenen Schwerpunkte am Karlsruher Institut für Technologie und an der Universität Heidelberg hervorragend. Das Graduiertenkolleg arbeitet eng mit der neu gegründeten Forschungsstelle ,,Geometrie und Dynamik" an der Universität Heidelberg zusammen.

Die Doktorandinnen und Doktoranden erwerben durch das Qualifizierungsprogramm des Graduiertenkollegs eine methodisch breite Ausbildung innerhalb der Geometrie, wobei sie sich mit dynamischen, analytischen, gruppentheoretischen, topologischen und differentialgeometrischen Aspekten auseinandersetzen. Darüber hinaus sollen sie sich Fähigkeiten der Kommunikation, Präsentation und Vernetzung aneignen, die für ihr späteres Wirken als Führungspersönlichkeiten in Wissenschaft und Industrie entscheidend sind. Ein internationales Programm des Graduiertenkollegs ermöglicht den Doktorandinnen und Doktoranden, bis zu drei Monate in einer anderen renommierten Forschungsgruppe im Ausland zu verbringen und wissenschaftliche Kontakte zu knüpfen.


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