Den Grundlagen von schädigenden Pilzen auf der Spur

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Das Team um Kai Heimel untersucht unter anderem den Pilz Ustilago Maydis, der al

Das Team um Kai Heimel untersucht unter anderem den Pilz Ustilago Maydis, der als Pflanzenschädling gilt. Foto: Kai Heimel

Göttinger Biologe Kai Heimel mit Heisenberg-Professur ausgezeichnet

Der Göttinger Biologe Kai Heimel hat eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Als Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen fördert die DFG seine Professur über einen Zeitraum von drei Jahren. Nach erfolgreicher Evaluation kann die Förderung um weitere zwei Jahre verlängert werden. Die Professur für Mikrobielle Zellbiologie ist am Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen angesiedelt und beschäftigt sich mit den molekularen Grundlagen der Kommunikation zwischen Pilzen, die Pflanzenkrankheiten hervorrufen, und ihren Wirtspflanzen.

Heimel studierte Biologie mit dem Schwerpunkt Genetik, Mikrobiologie und Biochemie an der Philipps-Universität Marburg. 2010 wurde er am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg promoviert. Anschließend war er als Postdoc für zwei Jahre am Karlsruher Institut für Technologie tätig und wechselte dann 2012 als Juniorprofessor für Mikrobielle Zellbiologie ans Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen. 2018 wurde er zum außerplanmäßigen Professor am gleichnamigen Institut ernannt. 2019 verbrachte er einen Forschungsaufenthalt als Gastprofessor an der University of British Columbia in Vancouver.

In seiner Doktorarbeit beforschte Heimel, wie die Entwicklung und Pathogenese des Maisbranderregers Ustilago maydis gesteuert wird. Im Fokus war hier die sogenannte ’Unfolded Protein Response-, eine komplexe Antwort von Zellen auf Stress.

Heimel wird seit dem Jahr 2021 durch das Heisenberg-Programm gefördert. Zunächst hatte er eine Heisenberg-Stelle inne, seit Dezember 2021 hat er eine Heisenberg-Professur inne. Bei positiver Evaluation als Universitätsprofessor soll diese Stelle dauerhaft verstetigt werden. Die DFG fördert die erste Phase mit rund 419.000 Euro, für weitere zwei Jahre wurden für den Fall einer positiven Zwischenevaluation rund 297.400 Euro zugesagt.

Heimel konzentriert sich mit seiner Arbeitsgruppe auf phytopathogene Pilze - diese können bei ihren Wirtspflanzen Krankheiten hervorrufen. Diese Pflanzenschädlinge rufen weltweit Schäden in Höhe von mehrstelligen Milliardenbeträgen pro Jahr hervor. Sie gelten als eine der großen Gefahren für die zukünftige weltweite Nährstoffversorgung. Das Team untersucht die Kommunikation zwischen Pilz und Wirtspflanze; unter anderem, welche intrazellulären Grundlagen dafür benötigt werden und welchen Mechanismen und Regulationen die Kommunikation unterliegt. Dabei geht es vor allem darum, welche Signale von Pilz und Pflanze ausgesendet werden und wie deren Wahrnehmung und Signalverarbeitung abläuft.


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