Das Jahr 2019: turbulent, ereignisreich und hoch erfolgreich

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Präsident Thomas F. Hofmann stimmte die TUM auf die kommenden Reformen ein.    U

Präsident Thomas F. Hofmann stimmte die TUM auf die kommenden Reformen ein. Uli Benz / TUM

Herausragendes Engagement beim Dies academicus ausgezeichnet

Das Jahr 2019: turbulent, ereignisreich und hoch erfolgreich

Der dritte Erfolg in der Exzellenzinitiative, der Wechsel im Präsidentenamt, der Deutsche Zukunftspreis für eine Ausgründung - die Technische Universität München (TUM) hat heute beim Dies academicus auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurückgeblickt und sich auf die Zukunft eingestimmt. Für ihr Engagement und herausragende Leistungen zeichnete sie zahlreiche Persönlichkeiten aus, zum ersten Mal auch mit dem TUM Sustainability Award.

Nach 24 Jahren ist im September die Ära von Wolfgang A. Herrmann als Präsident der TUM zu Ende gegangen. Sein Nachfolger Prof. Thomas A. Hofmann blickte auf herausragende Erfolge dieses Jahres zurück, etwa die Entwicklung einer sensiblen Roboterhaut, den Gewinn der siebten Humboldt-Professur - zur Künstlichen Intelligenz in der Medizin - und den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für die Ausgründung Celonis.

Das bedeutendste Ereignis wird auch die nächsten Jahre prägen: die erneute Auszeichnung als Exzellenzuniversität für das Zukunftskonzept ,,TUM Agenda 2030". Die TUM wird sich in Schools neu organisieren, um Forschung und Lehre noch stärker über die Fächergrenzen hinweg innovativ gestalten zu können. Die Ingenieurwissenschaften werden mit den Sozialwissenschaften auf menschenzentrierte, vertrauenswürdige und gesellschaftsfähige Innovationen ausgerichtet. Einmalige Karrierechancen für den akademischen Mittelbau und attraktive Angebote für die lebenslange Fortbildung von Alumni komplettieren die Talentförderung vom Erstsemester bis zur Professur.

Moderiert von Präsident Hofmann diskutierten Prof. Daniel Cremers, Prof. Ruth Müller, der Student Jonas Papazoglou-Hennig und die Doktorandin Mareike Thiedeitz über die Frage ,,Wozu braucht die Zukunft uns, die TUM?". Gemeinsam loteten sie neue Entwicklungspotenziale auf dem Weg zu einer verantwortungsvoll handelnden globalen Universität aus. Drei Start-ups zeigten, wie aus Studierenden Gründerinnen und Gründer werden.

Verdiente Persönlichkeiten wurden heute und beim TUM Awards Dinner im Vorfeld der akademischen Jahresfeier ausgezeichnet. Premiere hatte der TUM Sustainability Award für Forschungsinnovationen, die entscheidende Beiträge zur ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft versprechen. Mit dem TUM Entrepreneur of Excellence Award wurde der Seriengründer Felix Haas als leuchtendes Vorbild für nachfolgende Gründungsgenerationen ausgezeichnet.

Diese Preise hat die TUM vergeben:

Die TUM verleiht die Würde an Persönlichkeiten, die sich durch langjähriges Engagement um die Zukunftsentwicklung der Universität verdient gemacht haben.

Dr.-Ing. Karl Busch: Der Unternehmer hat nach Studium und Promotion im Maschinenwesen der TUM den Weltmarktführer Busch-Vakuumpumpen aufgebaut. Er engagiert sich vielfach als Spender. Auch die TUM Universitätsstiftung unterstützte er in großzügiger Weise.

Prof. Dr.-Ing. Rudolf F. Schwarz : Der Bauingenieurabsolvent der TUM machte Karriere beim Industrie-Dienstleister IABG bis hin zum Geschäftsführer und Eigentümer und baute die Kooperationen mit der TUM in Luftund Raumfahrt aus. Seit 1997 bildet er als Honorarprofessor Studierende der TUM aus und unterstützt als Mentor den akademischen Nachwuchs bei der Berufsund Karriereplanung. Schwarz gehört zu den Gründungsstiftern der TUM Universitätsstiftung.

Die TUM verleiht den Goldenen Ehrenring für herausragende Leistungen in Forschung, Lehre, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses oder Bildungsund Hochschulpolitik.

Dr. Hannemor Keidel: Die Politikwissenschaftlerin wurde 2000 die erste Vizepräsidentin der TUM, zuständig für internationale Beziehungen. Besonders am Herzen lagen ihr die Beziehungen zu Frankreich. 2011 übernahm sie das neue Amt der Vizepräsidentin für Diversity & Talent Management. Als Beauftragte des Präsidenten für die Neugestaltung der Hochschule für Politik München (HfP) hat sie diese ab 2014 inhaltlich auf die Wechselwirkungen von Technologie und Politik ausgerichtet.

Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm : Als Bayerischen Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit von 1994 bis 2001 und als Präsidentin des Bayerischen Landtags von 2008 bis 2018 hat Barbara Stamm für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern eingesetzt. Als Mitglied des Hochschulrats blieb sie dieser Linie treu und gestaltetet insbesondere die Förderung von Studentinnen und Wissenschaftlerinnen mit.

Bereits im September wurden Dr. Hermann Balle, Staatsminister a.D. Dr. Wolfgang Heubisch und Arnulf Melzer mit dem Goldenen Ehrenring ausgezeichnet, im Juli Staatspräsident a-D. Tony Tan.

Die TUM verleiht die Würde an Persönlichkeiten, die durch ihr ehrenamtliches Wirken den bürgergesellschaftlichen Gedanken in der Hochschulgemeinschaft nachhaltig gestärkt haben.

Dipl-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christian Leicher: Nach seinem Studium der Elektrotechnik und Arbeitsund Wirtschaftswissenschaften an der TUM trat er in dritter Generation seiner Familie an die Spitze von Rohde & Schwarz. Bei der Gründung der TUM Universitätsstiftung wurde das Unternehmen für Messtechnik und Kommunikationssysteme zu einem der ersten TUM Partner of Excellence. Christian Leicher stiftete auch persönlich und war jahrelang engagiert im Stiftungsrat und im Fundraising-Jubiläumskomitee.

Die TUM zeichnet mit dem Preis innovative Forschungsarbeiten aus, die entscheidende Beiträge zur ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft versprechen.

Thomas Brück : Der Inhaber des Werner Siemens-Stiftungslehrstuhl für Synthetische Biotechnologie entwickelt neue Biokatalysatorsysteme durch Nutzung von Algen, Hefen und anderen Mikroorganismen in hochwertige chemische Wertstoffe. Seine Algenbiotechnologie verwandelt das CO2 durch Photosynthese in Algenöl um, das für die Herstellung von Flugkraftstoffen genutzt werden kann. Außerdem ist es ihm gelungen, aus dem Algenöl Kohlefasern zu produzieren, aus denen sich hochfeste Composite-Materialien herstellen lassen.

Die Friedrich Schiedel-Stiftung und die Technische Universität München (TUM) verleihen die Auszeichnung an herausragende Persönlichkeiten, die das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Politik, Gesellschaft und Technik vertieft haben.

Prof. Henry Farrell, Ph.D.: Henry Farrell gehört er zu einer neuen Generation von Politikwissenschaftlern, die Theorien entwickeln, um die politischen Folgen des schnellen technologischen Wandels zu verstehen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Politik des Internets, Fragen der Demokratie sowie internationale und vergleichende politische Ökonomie. Er ist seit 2017 Professor fu’r Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der George Washington University.

Der Preis würdigt eine vorbildliche Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden. Ausgewählt werden die Preisträgerinnen und Preisträger vom TUM Graduate Council, der Vertretung der Promovierenden. Das Preisgeld von 5.000 Euro lobt die TUM Graduate School aus.

Sonja Berensmeier : Die Inhaberin der Professur für Selektive Trenntechnik wird für die gelungene Kombination aus fachlicher Unterstützung und einem stimulierenden Arbeitsklima durch gemeinsame Aktivitäten ausgezeichnet. Die Promovierenden schätzen neben individueller Betreuung die Förderung internationaler Vernetzung.

Die TUM verleiht die Auszeichnung an Unternehmerinnen und Unternehmern mit Vorbildfunktion.

Felix Haas: Bereits zu Schulzeiten gründete er seine erste Internetfirma. Nach seinem Studium der Elektrotechnik, startete er gleich zwei Unternehmen: Mit Felix Haas Investments konnte er bereits mehr als 50 Internet-Startups in Deutschland finanziell unterstützen. Die Veranstaltungsplattform Amiando wurde vom Weltwirtschaftsforum als Global Technology Pioneer ausgezeichnet. 2013 bewies er mit der Gründung von IDNow erneut unternehmerischen Innovationsgeist. Seit 2014 organisiert und veranstaltet er das jährliche Start-up-Treffen ,,Bits & Pretzels".

Die Johannes B. Ortner-Stiftung verleiht die Förderpreise für herausragende Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler der TUM.

Dr. Barbara Berger, Fakultät für Architektur, für ihre Doktorarbeit ,,Der Gasbehälter als Bautypus - Baukonstruktionsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In England entwickelt, in Deutschland optimiert, weltweit verbreitet - gezeigt am Beispiel Italiens"

Verena Stammberger, Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt, für ihre Masterarbeit ,,Murgang-Potential in den Alpen: Monitoring und Modellierung im Roßbichelgraben (Oberstdorf, D) und Wildenbach (Hinterhornbach, A)"

Dr. Sophie Solchenbach , Fakultät für Chemie, für ihre Doktorarbeit ,,Methods to elucidate fundamental electrolyte reactions in Li-ion-batteries"

Dr. Maria Teresa Berndt , Fakultät für Medizin, für ihre Doktorarbeit ,,DTI zur Analyse struktureller Konnektivität bei Schreibkrampf"

Caroline Roeger , Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, für ihre Masterarbeit ,,Information Integration across Products and Time - A Behavioral Experiment on Human Decision-Making"

Florian Seefried , Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt, für seine Masterarbeit ,,Development of a system to classify interactions in binding and activity assays"

Die TUM verleiht die Heinz Maier-Leibnitz-Medaille für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

Bereits im September wurden Michael W. Pfaffl und Markus Schwaiger ausgezeichnet.

Die Karl Max von Bauernfeind-Medaille wird an Personen verliehen, die sich durch herausragendes Engagement um die Universität verdient gemacht haben.

Bereits im September wurde Dr. Martin Pabst ausgezeichnet.

Die TUM und Clariant vergeben den Dr. Karl Wamsler Innovation Award für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Katalyse.

Bereits im September wurde Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann ausgezeichnet.


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