Botschafterin besuchte die Ausstellung ’Lost Cities in Oman’

Die Botschafterin des Sultanats Oman, I.E. Maitha Al Mahrouqi, trug sich ins Gäs
Die Botschafterin des Sultanats Oman, I.E. Maitha Al Mahrouqi, trug sich ins Gästebuch der Universität ein. Sie besuchte die Poster-Ausstellung ,,Lost Cities in Oman’. Foto: Katharina Hahn


Die Botschafterin des Sultanats Oman, I.E. Maitha Al Mahrouqi, hat heute (Donnerstag, 2. Februar 2023) die Poster-Ausstellung -Lost Cities in Oman- an der Universität Leipzig besucht. Zuvor trug sich die Diplomatin ins Gästebuch der Universität ein. Eingeladen hatten sie Thomas Schmidt-Lux vom Institut für Kulturwissenschaften und Wolf Zimmermann von der Deutsch-Omanischen Gesellschaft.

Die Botschafterin des Sultanats im Südosten der Arabischen Halbinsel, die nach eigenen Angaben heute seit genau 100 Tagen im Amt ist, tauschte sich mit den Initiator:innen der Ausstellung über ehemalige und neue Siedlungen und Städte in Oman aus. Die Schau im Foyer des Neuen Augusteums, die noch bis zum 17.Februar 2023 zu sehen ist, präsentiert die Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojektes von Archäolog:innen, Soziolog:innen und Islamwissenschaftler:innen der Universitäten Frankfurt, Leipzig und Bochum. Sie befasst sich mit den verlassenen und revitalisierten Lehmziegelsiedlungen in Zentral-Oman.

-Wir sind sehr geehrt von Ihrem Besuch-, betonte der Prorektor für Campusentwicklung: Kooperation und Internationalisierung, Matthias Middell. Die Ausstellung biete die Chance, dass die Besucher:innen mehr über den Oman und seine Geschichte erfahren. Botschafterin Maitha Al Mahrouqi berichtete, dass sie selbst in ihrer frühen Kindheit in einer solchen Lehmziegelsiedlung gelebt habe. Sie freue sich, dass in Deutschland nun dazu geforscht werde.


Sie informierte sich auch über den Austausch von Studierenden und Forschenden der Universität Leipzig mit dem Oman. Meist seien es Studierende und Promovierende, die zu Sprachkursen und Studienaufenthalten in das Land reisten, erklärte Sebastian Maisel, Leiter des Orientalischen Instituts der Universität Leipzig. Umgekehrt hätten auch bereits Lehrende aus dem Oman Kurse an der Universität gegeben, etwa zu Dialekten in dem Sultanat.

Bis in die 1970er Jahre hinein wohnte der Großteil der Bevölkerung des Landes in Lehmhäusern, die heute größtenteils nicht mehr bewohnt sind; die Menschen leben nun in Häusern aus Beton und Zement. Was bleibt also, wenn Menschen ihr zu Hause verlassen? Dieser Frage sind die Forschenden in ihrem von der Gerda Henkel Stiftung finanzierten Forschungsprojekt in den vergangenen drei Jahren nachgegangen. Sie wollten herausfinden, wann und warum bestimmte Orte in Oman aufgegeben wurden, welche Bedeutung die aufgelassenen Siedlungen noch heute für die Menschen in der Region haben und vor allem, was Neues aus den Ruinen der verlassenen Häuser entstehen kann.

Susann Huster