Auszeichnung für mathematische Forschung

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Auszeichnung in Brüssel: links Dr. Gilles Mordant, rechts Didier Viviers, Sekret
Auszeichnung in Brüssel: links Dr. Gilles Mordant, rechts Didier Viviers, Sekretär der belgischen Königlichen Akademie der Wissenschaften. Foto: privat
Dr. Gilles Mordant erhält Jahrespreis der belgischen Königlichen Akademie der Wissenschaften

Der Mathematiker und Datenwissenschaftler Dr. Gilles Mordant von der Universität Göttingen hat den Jahrespreis der naturwissenschaftlichen Klasse der belgischen Königlichen Akademie der Wissenschaften, Literatur und feinen Künste erhalten. Die Auszeichnung ist mit 1.250 Euro dotiert und wurde in den Räumen der Akademie in Brüssel Überreicht. Der Preis hat eine lange Geschichte: 1769 rief die Österreichische Königin Maria Theresa als Schirmherrin der belgischen Akademie diesen Preis zusammen mit einem Preis für Literatur ins Leben. Seitdem stellt die Naturwissenschaftliche Sektion jedes Jahr ein aktuelles wissenschaftliches Problem vor, für dessen Lösung dann der Preis vergeben wird. Mordant hatte dies im Jahr 2022 mit seinen Beiträgen zur statistischen Entscheidungstheorie mittels der Theorie des Maß-Transportes beantwortet.

Mordant studierte an der HEC Lüttich und wurde 2021 an der UC Louvain in Belgien promoviert. Seit 2021 forscht er im Göttinger Sonderforschungsbereich -Mathematik des Experiments- in der Arbeitsgruppe von Axel Munk an der Fakultät für Mathematik zu statistischen Datenanalyseverfahren mittels der Theorie des optimalen Transports. -Aufbauend auf meiner Arbeit in Belgien entwickle ich in Göttingen neue Verfahren, die uns helfen, die räumlich komplizierte Anordnung von Elementarbausteinen der Zelle und ihre Interaktion zu verstehen-, so Mordant. -Göttingen bietet für mich ein einmaliges Umfeld, um am ganzen Spektrum des Problems zu arbeiten.