Alexander-von-Humboldt-Stipendium für Dr. Cynthia Gabbay

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Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Cynthia Gabbay hat ein ,,Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler" der Alexander-von-Humboldt-Stiftung erhalten. Als Gastwissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin wird sie sich bis April 2020 mit der intellektuellen Biografie der Feministin Micaela Feldman de Etchebéhère (1902-1992) auseinandersetzen. Dr. Cynthia Gabbays Forschungsschwerpunkte sind lateinamerikanische Literaturen der Moderne, politische Kunst und spanisch-jüdische Literaturen. Wissenschaftliche Gastgeberin ist Professorin Dr. Susanne Zepp vom Institut für Romanische Philologie am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität, die selbst Humboldtianerin ist.

Dr. Cynthia Gabbay promovierte 2012 an der Hebrew University of Jerusalem , Israel, im Bereich der Romanischen Philologie und Lateinamerikanistik. Anschließend arbeitete sie am Institut für Hebräische und Vergleichende Literaturwissenschaft der University of Haifa (2013-2015), Israel, am Elyachar Center und am Center for the Study of Conversion and Religious Encounters (2015-2017) sowie am Institut für Allgemeine Geschichte (2017-2018) der Ben Gurion University of the Negev , Israel. In den letzten drei Jahren arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im ERC- Projekt Apartheid - The Global Itinerary. In diesem Rahmen beschäftigte sie sich mit der Lyrik der Kubanerin Nancy Morejón sowie mit Diskursen transnationaler Solidarität.

2015 erschien Dr. Cynthia Gabbays Buch über den Schriftsteller Julio Cortázar. Eine Studie über Street Art in Buenos Aires ist in Vorbereitung. An der Freien Universität wird Dr. Cynthia Gabbay an ihrem Vorhaben ,,Jewish Women Writing Utopia following the Spanish Civil War" arbeiten. Dabei wird eine Untersuchung der Lebenserinnerungen von Micaela Feldman de Etchebéhère im Mittelpunkt stehen, die 1975 unter dem Titel Ma guerre d’Espagne à moi in Paris erschienen sind. Mika Feldman wurde 1902 in Argentinien als Tochter einer aus dem zaristischen Russland geflohenen jüdischen Familie geboren. Während ihres Studiums war sie in anarchistischen und sozialistischen politischen Bewegungen aktiv, 1931 gelangte sie mit ihrem Mann nach Berlin, das sie 1933 wieder verließ. Nach einer kurzen Zeit in Paris zog es sie nach Spanien, nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs kämpfte sie auf der Seite der Republik, schon bald als Anführerin eines eigenen Bataillons.

Das ,,Humboldt-Forschungsstipendium für erfahre Wissenschaftler" ist ein Programm der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die jährlich bis zu 500 Stipendien an Postdoktorandinnen und -doktoranden sowie erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt vergibt. Die Stiftung pflegt nach eigenen Angaben ein Netzwerk von weltweit mehr als 28.000 Ehemaligen aller Fachgebiete.


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