Wie Pflanzen Abwehrgifte bilden, ohne sich selbst zu schaden

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Raupe des Tabakschwärmers Manduca sexta auf einem Tabakblatt. Die genaue chemisc
Raupe des Tabakschwärmers Manduca sexta auf einem Tabakblatt. Die genaue chemische Analyse ihres Kots (kleine schwarze Kugel) zeigte, wie die die Giftstoffe in den Raupen aktiviert wurden und gaben so Hinweise auf die Biosynthese der Gifte in der Pflanze, ein Prozess, der im Vergleich zur Verdauung umgekehrt abläuft. Die Forschenden nennen dies ’Verdauungsduett’. © Anna Schroll
Pflanzen können sich durch Gifte gegen Pflanzenfresser verteidigen. In einer neuen Studie konnten Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie (Jena) und der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster die Biosynthese und genaue Wirkungsweise einer wichtigen Gruppe von Abwehrstoffen, den Diterpen-Glykosiden, in wilden Tabakpflanzen detailliert aufklären.

Diterpen-Glykoside dienen der Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Die Studie zeigt, dass die Abwehrstoffe bestimmte Teile der Zellmembran angreifen. Um sich vor den eigenen Giften und der Zerstörung der Zellmembran zu schützen, speichern Tabakpflanzen die Abwehrstoffe in einer ungiftigen Form, die auf eine besondere Art und Weise gebildet wird. ...
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