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Weltweite Diaspora-Studien
Universität Münster koordiniert internationalen Forschungsverbund / Auftaktsymposium 27.-29. November
Großer Erfolg für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Mit einem "Marie Curie Initial Training Network" (ITN) wird der geistes- und sozialwissenschaftliche Nachwuchs an der Universität Münster und weiteren Hochschulen gestärkt. Die Europäische Kommission finanziert das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk – genannt "Diasporic Constructions of Home and Belonging" (CoHaB) – über einen Zeitraum von vier Jahren mit rund 3,3 Millionen Euro.
Neben Münster sind Hochschulen in Großbritannien, Schweden und Indien sowie außeruniversitäre Partner in Belgien, Frankreich und Indien beteiligt. Für zusätzliche internationale Vernetzung sorgt der Beirat des Netzwerks, der mit namhaften Persönlichkeiten wie Homi Bhabha (Harvard University), Avtar Brah (Birkbeck, University of London) oder Khachig Tölölyan (Wesleyan University, Connecticut) aufwartet.
Insgesamt sollen zwölf Doktoranden und drei Postdoktoranden aus sieben Disziplinen, darunter Philologie, Soziologie, Politikwissenschaft und Geografie, ausgebildet werden. Die einzurichtenden Stellen werden international ausgeschrieben und bieten dem Forschungsnachwuchs im ausgewiesenen Themengebiet ein ideales Umfeld für ihr Arbeiten.
Koordinator des noch in diesem Jahr startenden Netzwerks ist Klaus Stierstorfer vom Englischen Seminar der Universität Münster. Die feierliche Auftaktveranstaltung findet von Sonntag, 27. November, bis Dienstag, 29. November, unter Beteiligung aller Partnereinrichtungen an der Universität Münster statt. Die Eröffnungsreden halten Marianne Ravenstein, Prorektorin für Lehre, Studienreform und studentische Angelegenheiten, und der Netzkoordinator am Montag, 28. November, ab 9 Uhr im Festsaal des Schlosses.
An Klaus Stierstorfers Lehrstuhl für British Studies werden sich im Rahmen des Netzwerks drei Doktoranden mit Fragestellungen zur literarischen Bedeutung von Diaspora und Diaspora-Biografien beschäftigen. Das Wort "Diaspora" stammt aus dem Griechischen und bedeutet dort "sich zerstreuen" oder "versprengt werden". Gemeinsames Merkmal aller Diasporabewegungen ist die Auflösung oder Aufgabe traditioneller Heimatkonzepte. Um die kulturellen, sozialen und politischen Folgen und Herausforderungen dieser Entwicklung zu erforschen, haben sich weltweit führende Institutionen auf dem Gebiet der Diaspora- und Migrationsforschung zu dem interdisziplinären CoHaB-Netzwerk zusammengeschlossen.
Mit den "Marie Curie Initial Training Networks" fördert die EU-Kommission Forscher-Erstausbildungsnetzwerke, die Nachwuchsforschern die Möglichkeit eröffnen, ihre Kompetenzen zu erweitern und Berufsaussichten in und außerhalb der universitären Forschungslandschaft zu verbessern. 2011 gingen 919 Anträge für ITN ein, 84 wurden für eine Förderung ausgewählt, davon 7 in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
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