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Weitere Doktorarbeiten unter Plagiatsverdacht

Zwei weitere Doktorarbeiten aus dem Institut für Geschichte der Medizin stehen unter Plagiatsverdacht. Die Universität und die Medizinische Fakultät leiten darum auch in diesen Fällen Prüfverfahren zur Aberkennung der Doktortitel ein – wie schon bei zwei anderen Dissertationen.
Im März 2011 ging der Universität Würzburg ein 40-seitiges anonymes Schreiben zu. Darin werden massive Vorwürfe zur Promotionspraxis in der Medizingeschichte erhoben. Die Vorwürfe beziehen sich auf mehrere Jahre alte Doktorarbeiten, die alle vom 2002 emeritierten Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin betreut worden waren.
Diese Doktorarbeiten waren bereits von 2005 bis 2007 Gegenstand einer universitären Untersuchung, die zur Übergabe des Verfahrens an die Staatsanwaltschaft führte. Dieses Verfahren endete mit einem Strafbefehl gegen den früheren Institutsleiter.
In den vergangenen Monaten hat die Universität 25 Doktorarbeiten, die der ehemalige Institutsleiter betreut hatte, durch externe Fachgutachter prüfen lassen. In den bislang eingegangenen Gutachten wird bei mehreren der untersuchten Arbeiten ein Plagiatsverdacht beschrieben.
Schon im Oktober haben Universität und Medizinische Fakultät zu zwei der bereits untersuchten Arbeiten Prüfverfahren zur Aberkennung der Doktortitel eingeleitet. Solche Verfahren werden nun gegen zwei weitere Doktorarbeiten eröffnet, die ebenfalls unter Plagiatsverdacht stehen. Verdachtsmomente zu weiteren der extern begutachteten Arbeiten werden derzeit von der Universität geprüft.
13.12.2011, 15:26 Uhr
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