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Von Trollen und Zwergen im Fjordland

Von Trollen und Zwergen im Fjordland
Juliane Egerer, Akademische Mitarbeiterin am Skandinavischen Seminar der Universität Freiburg, ist für ihre Dissertation „Von Waldtrollen und Hauszwergen. Norwegens übernatürliche Wesen als Erzählfiguren“ mit dem Lutz-Röhrich-Preis für Erzählforschung ausgezeichnet worden.
In ihrer Arbeit, die von Heinrich Anz (Universität Freiburg) und Jürg Glauser (Universität Basel/Schweiz) betreut wurde, hat Egerer 500 Jahre Diskursgeschichte von Trollen und ihren „Verwandten“, den Hulder, Nisse und Sjøorm, in Norwegen untersucht.
Im Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion, Volksglauben und Literatur, hat sich Egerer mit norwegischen Volksmärchen, Kinderliteratur und historisch-topographischen Schriften beschäftigt. Die Wissenschaftlerin hat mit ihrer Dissertation veranschaulicht, welche kulturellen Voraussetzungen für kreatives Erzählen existieren. Außerdem zeigt sie auf, was die übernatürlichen Wesen für die Gesellschaft und die Kultur Norwegens bedeuten.
Der Lutz-Röhrich-Preis für Erzählforschung der Märchen-Stiftung Walter Kahn wird seit 1994 für volkskundliche, historisch-vergleichende Erzählforschung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergeben. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.
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