Von EHEC bis zur biologischen Herstellung von Plastik

Internationale Fachtagung von Mikrobiologen in Göttingen bietet breites Themenspektrum


(pug) Rund 400 Mikrobiologen aus dem In- und Ausland treffen sich vom 18. bis 21. September 2011 an der Universität Göttingen zur internationalen Fachtagung „ProkaGENOMICS 2011 – 5th European Conference on Prokaryotic and Fungal Genomics“. Renommierte Experten stellen in rund 60 Vorträgen und mehr als 160 Posterpräsentationen ihre aktuellen Forschungsergebnisse rund um die Genomforschung an Mikroorganismen vor. Ereignisse wie der EHEC-Ausbruch in diesem Jahr in Deutschland verdeutlichen den Stellenwert der Genomforschung an Mikroorganismen: Allein durch Erkenntnisse, die Wissenschaftler in kürzester Zeit aus dem Genom des Erregers gewinnen können, lassen sich dessen Gefährlichkeit abschätzen und Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung entwickeln. Mehrere Vorträge der Tagung befassen sich mit neuen Methoden zur schnellen Analyse und überwachung von Infektionserregern. Darüber hinaus werden intensive Studien an dem für den deutschen EHEC-Ausbruch verantwortlichen Mikrobenstamm H157-H7 vorgestellt.

Ein weiteres Thema der Tagung ist das Potenzial von Mikroorganismen in der Biotechnologie. Begrenzte Rohstoffe, Schadstoffe in der Natur sowie eine stetig wachsende Weltbevölkerung mit steigendem Bedarf an Nahrungsmitteln sind nur einige der globalen Entwicklungen, mit denen die Menschheit in Zukunft umgehen muss. „Hier können Mikroorganismen mit ihrer ungeheuren metabolischen Vielfalt Lösungsansätze bieten, beispielsweise durch die Etablierung von energiesparenden und ressourcenschonenden Produktionsprozessen mit mikrobiellen Enzymen“, so Tagungsleiter Rolf Daniel von der Universität Göttingen. Veranstalter der Konferenz sind die Initiativen „GenoMik-Transfer“ und „Medizinische Infektionsgenomik“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gef
 
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