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Universität Tübingen und Pädagogische Hochschule Ludwigsburg eröffnen Promotionskolleg
Doktoranden beider Hochschulen erforschen gemeinsam ‘Effektive Lehr-Lernarrangements’
Die Universität Tübingen und die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg eröffnen ein gemeinsames ‘Kooperatives Promotionskolleg’. Absolventen beider Hochschulen forschen und promovieren hier zum Thema ’Effektive Lehr-Lernarrangements: Empirische Evaluation und Intervention in der Pädagogischen Praxis‘ und werden dabei von Wissenschaftlern beider Hochschulen betreut. Diese Art der Zusammenarbeit zwischen einer Universität und einer Pädagogischen Hochschule in Baden-Württemberg - beides Hochschulen mit Promotions- und Habilitationsrecht ’ ist ein Novum und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert.
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer begrüßte das neue Promotionskolleg: ‘Die vertiefte Kooperation der Hochschulen stärkt die Leistungsfähigkeit der Pädagogischen Hochschulen in der Forschung und schafft die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung dieser Hochschulart. Engere Kooperationen soll es künftig auch mit Blick auf die Ausbildung der Lehramtsstudierenden geben’. Die Ministerin hob die Bedeutung der Forschungsarbeit im neuen Promotionskolleg hervor: ‘Profunde empirische Bildungsforschung mit engem Bezug zur Praxis wird dringend gebraucht, damit unser Bildungssystem seine anspruchsvollen Aufgaben bestmöglich erfüllen kann.’
Der offizielle Auftakt mit allen beteiligten Stipendiaten und abgeordneten Lehrkräften, ihren Betreuern sowie Gästen aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg findet am Dienstag, 13. September 2011 um 14.00 Uhr im Schloss Hohentübingen statt. Vertreter der Medien sind zur Eröffnung herzlichen eingeladen.
Kooperative Promotionskollegs gibt es in Baden-Württemberg bereits zwischen Universitäten und Fachhochschulen. Seit dem 1. August 2011 fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst nun zwei solcher Kollegs mit Pädagogischen Hochschulen, darunter die Zusammenarbeit der Universität Tübingen mit der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg. Dem vorausgegangen war ein kompetitives Antragsverfahren mit internationaler Begutachtung, in dem sich der gemeinsam eingereichte Antrag aus Ludwigsburg und Tübingen durchsetzen konnte.
Im Fokus steht künftig die Erforschung von Lehr- und Lernarrangements mit empirischen Verfahren. Die zwölf genehmigten Projekte, an denen zum Teil zwei Doktoranden arbeiten, stellen Evaluations- und Interventionsstudien in ihr Zentrum. Jeweils neun Doktoranden arbeiten an den Standorten Tübingen und Ludwigsburg. Die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen ermöglicht es, dass Expertisen aus verschiedenen Disziplinen zusammenfließen. Insgesamt wirken so Wissenschaftler aus der Empirischen Bildungsforschung, der Schulpädagogik, der Fachdidaktik (Mathematik, Naturwissenschaften, Englisch) und der Psychologie mit. In Tübingen sind neben Experten des Instituts für Erziehungswissenschaft auch Wissenschaftler aus dem Psychologischen Institut, dem Mathematischen Institut und dem Leibniz Institut für Wissensmedien vertreten.
Alle Doktoranden werden in ihren Arbeiten jeweils von Betreuern beider Hochschulen begleitet. Ein besonderes Anliegen der Antragstellung ist es, gewonnene Erkenntnisse in die Praxis zu transferieren. Das Kolleg wird von einer vierköpfigen Konzeptionsgruppe geleitet: Von der Universität Tübingen sind dies Ulrich Trautwein (Sprecher des Kollegs) und Thorsten Bohl, von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg Joachim Engel und Markus Rehm.
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