Uni Leipzig beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 11. September steht deutschlandweit unter dem Thema "Das 19. Jahrhundert". Die Universität Leipzig lädt aus diesem Anlass Besucher in die Bibliotheca Albertina, in das Rektoratsgebäude sowie ans Schinkeltor ein.


Die Bibliotheca Albertina, Hauptgebäude der 1543 gegründeten Universitätsbibliothek, gehört zu den bedeutenden Bauten des Leipziger Musikviertels. Das von dem Leipziger Architekten Arwed Roßbach (1844-1902) von 1887 bis 1891 errichtete Gebäude entspricht in seiner Ausführung ganz dem Repräsentationsbedürfnis der Zeit. Die imposante 107 Meter lange Hauptfassade wird dominiert von einem fünfachsigen Mittelrisalit, gekrönt von einer Attika und zwei dreiachsigen Eckrisaliten. Ein umfangreiches Bildprogramm schmückt das Bauwerk. 1945 wurde das Gebäude zu zwei Dritteln zerstört. Nach dem 2002 abgeschlossenen Wiederaufbau, verbunden mit einer Modernisierung im Inneren empfangen den Besucher heute das beeindruckende Vestibül mit seinen Toskanischen Säulen aus schwarzem Marmor und die dreiläufige Marmortreppe.
Heute ist die Bibliotheca Albertina eine der wenigen Leipziger Universitätsbauten des 19. Jahrhunderts.
öffnungszeit: 10-18 Uhr, Führungen: 11 und 14 Uhr (Treffpunkt Foyer),
weitere Aktionen: Ausstellung: Werner Tübke "Die Skizzenbücher" 15 Uhr öffentliche Führung (Eintritt frei)

Das Rektoratsgebäude an der Ecke Goethestraße/(Kleine) Ritterstraße befindet sich auf einem der ältesten Grundstücke der Universität. Das jetzige Haus wurde 1860/61 vom Universitätsbaumeister Albert Geutebrück (1801-1868) als "Königliches Palais" für die Aufenthalte des sächsischen Königs in Leipzig errichtet und 1895/96 im Inneren durch Arwed Rossbach (1844 -1902) im Stil des Rokoko umgebaut. Dabei entstanden das Treppenhaus und die Repräsentationsräume im 1. Obergeschoss (heutiger "Alter Senatssaal"). Nach der denkmalgerechten Sanierung und einem Teilumbau beherbergt das Gebäude seit 1997 wieder das Rektorat der Universität sowie im Erdgeschoss die Studiensammlung für universitären Kunstbesitz.
öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals: 12-15 Uhr; Führungen: 12 und 13 Uhr (Treffpunkt Foyer)

Das von dem bedeutendsten Architekten des Klassizismus, Karl Friedrich Schinkel, entworfene Hauptportal für das Augusteum hat die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und die Kahlschlag-Politik der DDR fast schadlos überdauert. Im neuen Campus der Universität wird das so Schinkeltor seiner Funktion wieder gerecht und dient als Portal, das den übergang vom Leibniz-Forum zum Foyer des Hauptgebäudes markiert. 1836 von dem Bildhauer Ernst Rietschel ausgeführt und geschmückt mit den Figuren der Melpomene und der Kalliope, ist es ein Kleinod klassizistischer Bau- und Bildhauerkunst des 19. Jahrhunderts
Führungen 11 und 14 Uhr (Treffpunkt Grimmaische Straße, am Eingang zum Leibniz-Forum)

 
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