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Ulf Riebesell erhält Leibniz-Preis
9 December 2011 - UNI-KIEL
Der Abdruck der ist honorarfrei unter Nennung der Quelle. Um die Zusendung eines Belegexemplars wird gebeten. Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften ist Mitglied der Leibniz-Institut für Meereswissenschaften
an der Universität Kiel Gemeinsame des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften und der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel 216/2011 Ulf Riebesell erhält Leibniz-Preis Kieler Meeresforscher mit höchstdotiertem deutschen Wissenschaftspreis ausgezeichnet
08.12.2011/Kiel. Ulf Riebesell vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften
(IFM-GEOMAR) ist mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft
ausgezeichnet worden. Riebesell erhält einen der weltweit bedeutendsten
Wissenschaftspreise für seine Forschungen zum Ozeanwandel. Der Preis ist mit insgesamt
2,5 Mio. Euro dotiert.
an der Universität Kiel Gemeinsame des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften und der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel 216/2011 Ulf Riebesell erhält Leibniz-Preis Kieler Meeresforscher mit höchstdotiertem deutschen Wissenschaftspreis ausgezeichnet
08.12.2011/Kiel. Ulf Riebesell vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften
(IFM-GEOMAR) ist mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft
ausgezeichnet worden. Riebesell erhält einen der weltweit bedeutendsten
Wissenschaftspreise für seine Forschungen zum Ozeanwandel. Der Preis ist mit insgesamt
2,5 Mio. Euro dotiert.
Seine Forschungsobjekte sind oft nur unter dem Mikroskop erkennbar. Kleine, aus Kalkschalen
aufgebaute Meeresorganismen, die die Basis für das Leben im Meer bilden, stehen neben
Korallen im Zentrum des Interesses von Ulf Riebesell. Der 52-jährige Biologe vom Kieler
Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) untersucht seit mehreren Jahren die
Auswirkungen der zunehmenden Ozeanversauerung auf das Plankton und andere kalkhaltige und
kalkbildende Organismen im Ozean.
In seinen experimentellen Arbeiten konnte Riebesell zunächst im Labor, später dann mit den
weltweit größten, frei treibenden Experimentieranlagen, sogenannten Mesokosmen, zeigen, wie
infolge einer erhöhten Aufnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre der ph-Wert der Ozeane
abnimmt und sich dabei die Fähigkeit kalkbildender Organismen verringert, ihre Gehäuse zu
bilden. Seine Feldexperimente mit den am IFM-GEOMAR entwickelten Mesokosmen führte er in
verschiedenen Regionen des Weltozeans durch, unter anderem in der Ostsee, in norwegischen
Fjorden und in arktischen Gewässern. Gegenwärtig leitet Professor Riebesell ein weiteres
Experiment dieser Art im Pazifischen Ozean vor der Küste Hawaiis.
Das Verständnis der Auswirkungen auf die kalkbildenden Organismen ist von besonderer
Bedeutung, da diese häufig am Anfang der Nahrungskette stehen und somit Auswirkungen auf die
gesamte Nahrungskette und -produktion im Ozean haben können. Mit seinen Arbeiten machte
Riebesell nicht nur die Meereswissenschaftler, sondern auch eine breitere Öffentlichkeit auf die
Ozeanversauerung als eine der akutesten Bedrohungen der marinen Ökosysteme aufmerksam.
IFM-GEOMAR Direktor Peter Herzig, selbst Leibniz-Preisträger, gehörte zu den ersten
Gratulanten. ,,Es freut mich außerordentlich, dass mit Professor Riebesell wieder ein hochkarätiger
Wissenschaftler des IFM-GEOMAR mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet wurde. Seine
herausragenden Leistungen auf bei der Erforschung der Ozeanversauerung werden damit
gewürdigt. Riebesell ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler in diesem
Forschungsfeld".
,,Für unseren Preisträger Professor Riebesell und die Christian-Albrechts Universität zu Kiel ist
dieser hochrangige Preis ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Wir gratulieren unserem
Kollegen von Herzen. Seine Auszeichnung beweist einmal mehr, dass an unserer Hochschule
Forschung auf Weltniveau betrieben wird", zeigte sich CAU-Präsident Gerhard Fouquet
begeistert.
Riebesell studierte zunächst Biologie und biologische Meereskunde in Kiel, Seattle und Rhode
Island, USA. Er promovierte an der Universität Bremen und war am Alfred-Wegener-Institut für
Polar- und Meeresforschung wissenschaftlich tätig. Längere Gastaufenthalte führten ihn an die
University of California Santa Barbara, ehe er im Jahre 2003 ans IFM-GEOMAR nach Kiel
wechselte, verbunden mit einer Professur für Biologische Ozeanographie an der ChristianAlbrechts Universität zu Kiel (CAU). Professor Riebesell ist Mitglied in vielen nationalen und
internationalen Gremien. Neben der Leitung des BMBF Verbundvorhabens BIOACID (Biological
Impacts of Ocean Acidification) und der stellvertretenden Koordination des EU Vorhabens EPOCA
(European Project on Ocean Acidification) engagiert sich Riebesell auch im Kieler Exzellenzcluster
,,Ozean der Zukunft" und dem Sonderforschungsbereich 754 ,,Klima-Biogeochemische
Wechselwirkungen im Tropischen Ozean". Er ist Autor von mehr als 100 begutachteten
Fachpublikationen.
Riebesell wurde von der Auszeichnung völlig überrascht, zeigte sich aber natürlich höchst
erfreut. ,,Zusammen mit meinem Team habe ich in den vergangenen Jahren sehr intensiv an der
Erforschung des Ozeanwandels gearbeitet", so Riebesell. ,,Die Komplexität des Themas hat mich
selbst überrascht, da die Auswirkungen der Versauerung zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen.
Hier gibt es noch erheblichen Untersuchungsbedarf", beschrieb Riebesell die weiteren
Perspektiven seines Forschungsgebietes, das er mit dem Preisgeld von insgesamt 2,5 Millionen
Euro, die ihm über einen Zeitraum von sieben Jahren zur freien Verfügung stehen, weiter
ausbauen will. ,,Ich habe zwar keine fertigen Pläne in der Schublade, aber schon viele Ideen im
Kopf", so Riebesell.
Hintergrundinformation:
Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG vergeben. Er zeichnet herausragende
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Forschungen auf allen Gebieten der
Wissenschaft aus. Sie erhalten mit dem Preis ein Preisgeld von in der Regel jeweils 2,5 Millionen
Euro, das sie in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren nach ihren eigenen Vorstellungen und
ohne bürokratischen Aufwand für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgeben können. Bereits zum
sechsten Mal wird ein Kieler Meereswissenschaftler mit dem renommierten Leibniz-Preis
ausgezeichnet: Die bisherigen Preisträger aus Kiel waren Michael Sarnthein (1989),
Jörn Thiede (1989), Hans-Ulrich Schmincke (1991), Peter Herzig (2000) und
Wolf-Christian Dullo (2002).
Bildmaterial:
Unter http://www.ifm-geomar.de/presse steht nach Ablauf der Sperrfrist Bildmaterial zu Download bereit.
Links: http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2011/pressemitteilung_nr_62/index.html der DFG http://www.ifm-geomar.de/index.php’id=2130 Pers. Seite von Riebesell http://www.ifm-geomar.de/index.php’id=1220 Wissenschaftliche Projekte am IFM-GEOMMAR zum Thema Ozeanversauerung
aufgebaute Meeresorganismen, die die Basis für das Leben im Meer bilden, stehen neben
Korallen im Zentrum des Interesses von Ulf Riebesell. Der 52-jährige Biologe vom Kieler
Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) untersucht seit mehreren Jahren die
Auswirkungen der zunehmenden Ozeanversauerung auf das Plankton und andere kalkhaltige und
kalkbildende Organismen im Ozean.
In seinen experimentellen Arbeiten konnte Riebesell zunächst im Labor, später dann mit den
weltweit größten, frei treibenden Experimentieranlagen, sogenannten Mesokosmen, zeigen, wie
infolge einer erhöhten Aufnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre der ph-Wert der Ozeane
abnimmt und sich dabei die Fähigkeit kalkbildender Organismen verringert, ihre Gehäuse zu
bilden. Seine Feldexperimente mit den am IFM-GEOMAR entwickelten Mesokosmen führte er in
verschiedenen Regionen des Weltozeans durch, unter anderem in der Ostsee, in norwegischen
Fjorden und in arktischen Gewässern. Gegenwärtig leitet Professor Riebesell ein weiteres
Experiment dieser Art im Pazifischen Ozean vor der Küste Hawaiis.
Das Verständnis der Auswirkungen auf die kalkbildenden Organismen ist von besonderer
Bedeutung, da diese häufig am Anfang der Nahrungskette stehen und somit Auswirkungen auf die
gesamte Nahrungskette und -produktion im Ozean haben können. Mit seinen Arbeiten machte
Riebesell nicht nur die Meereswissenschaftler, sondern auch eine breitere Öffentlichkeit auf die
Ozeanversauerung als eine der akutesten Bedrohungen der marinen Ökosysteme aufmerksam.
IFM-GEOMAR Direktor Peter Herzig, selbst Leibniz-Preisträger, gehörte zu den ersten
Gratulanten. ,,Es freut mich außerordentlich, dass mit Professor Riebesell wieder ein hochkarätiger
Wissenschaftler des IFM-GEOMAR mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet wurde. Seine
herausragenden Leistungen auf bei der Erforschung der Ozeanversauerung werden damit
gewürdigt. Riebesell ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler in diesem
Forschungsfeld".
,,Für unseren Preisträger Professor Riebesell und die Christian-Albrechts Universität zu Kiel ist
dieser hochrangige Preis ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Wir gratulieren unserem
Kollegen von Herzen. Seine Auszeichnung beweist einmal mehr, dass an unserer Hochschule
Forschung auf Weltniveau betrieben wird", zeigte sich CAU-Präsident Gerhard Fouquet
begeistert.
Riebesell studierte zunächst Biologie und biologische Meereskunde in Kiel, Seattle und Rhode
Island, USA. Er promovierte an der Universität Bremen und war am Alfred-Wegener-Institut für
Polar- und Meeresforschung wissenschaftlich tätig. Längere Gastaufenthalte führten ihn an die
University of California Santa Barbara, ehe er im Jahre 2003 ans IFM-GEOMAR nach Kiel
wechselte, verbunden mit einer Professur für Biologische Ozeanographie an der ChristianAlbrechts Universität zu Kiel (CAU). Professor Riebesell ist Mitglied in vielen nationalen und
internationalen Gremien. Neben der Leitung des BMBF Verbundvorhabens BIOACID (Biological
Impacts of Ocean Acidification) und der stellvertretenden Koordination des EU Vorhabens EPOCA
(European Project on Ocean Acidification) engagiert sich Riebesell auch im Kieler Exzellenzcluster
,,Ozean der Zukunft" und dem Sonderforschungsbereich 754 ,,Klima-Biogeochemische
Wechselwirkungen im Tropischen Ozean". Er ist Autor von mehr als 100 begutachteten
Fachpublikationen.
Riebesell wurde von der Auszeichnung völlig überrascht, zeigte sich aber natürlich höchst
erfreut. ,,Zusammen mit meinem Team habe ich in den vergangenen Jahren sehr intensiv an der
Erforschung des Ozeanwandels gearbeitet", so Riebesell. ,,Die Komplexität des Themas hat mich
selbst überrascht, da die Auswirkungen der Versauerung zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen.
Hier gibt es noch erheblichen Untersuchungsbedarf", beschrieb Riebesell die weiteren
Perspektiven seines Forschungsgebietes, das er mit dem Preisgeld von insgesamt 2,5 Millionen
Euro, die ihm über einen Zeitraum von sieben Jahren zur freien Verfügung stehen, weiter
ausbauen will. ,,Ich habe zwar keine fertigen Pläne in der Schublade, aber schon viele Ideen im
Kopf", so Riebesell.
Hintergrundinformation:
Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG vergeben. Er zeichnet herausragende
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Forschungen auf allen Gebieten der
Wissenschaft aus. Sie erhalten mit dem Preis ein Preisgeld von in der Regel jeweils 2,5 Millionen
Euro, das sie in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren nach ihren eigenen Vorstellungen und
ohne bürokratischen Aufwand für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgeben können. Bereits zum
sechsten Mal wird ein Kieler Meereswissenschaftler mit dem renommierten Leibniz-Preis
ausgezeichnet: Die bisherigen Preisträger aus Kiel waren Michael Sarnthein (1989),
Jörn Thiede (1989), Hans-Ulrich Schmincke (1991), Peter Herzig (2000) und
Wolf-Christian Dullo (2002).
Bildmaterial:
Unter http://www.ifm-geomar.de/presse steht nach Ablauf der Sperrfrist Bildmaterial zu Download bereit.
Links: http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2011/pressemitteilung_nr_62/index.html der DFG http://www.ifm-geomar.de/index.php’id=2130 Pers. Seite von Riebesell http://www.ifm-geomar.de/index.php’id=1220 Wissenschaftliche Projekte am IFM-GEOMMAR zum Thema Ozeanversauerung
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Universitätsprofessorin / Universitätsprofessor, Fakultät für Angewandte Informatik




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